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	<title>Firma Hilgenberg-Ceramics, Autor bei Presse Control</title>
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	<description>Deutschland, Österreich oder Schweiz – Wir machen Pressearbeit</description>
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	<title>Firma Hilgenberg-Ceramics, Autor bei Presse Control</title>
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		<title>Keramik 3D-Druck leistet Beitrag zur Entwicklung sauberer Kernenergie</title>
		<link>https://www.presse-control.de/2022/06/21/keramik-3d-druck-leistet-beitrag-zur-entwicklung-sauberer-kernenergie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Hilgenberg-Ceramics]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 13:05:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energie- / Umwelttechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>3D-gedruckte Keramik unterstützt europäische Forscher bei der Auslegung eines innovativen Kernreaktors. Mit diesem EU-Projekt sollen Super-GAUs unmöglich, Atommüll-Radioaktivität drastisch verringert und Isotope für die Krebsforschung erzeugt werden. Projektidee MYRRHA ist die Bezeichnung eines innovativen und ehrgeizigen europäischen Projektes zur Entwicklung <a href="https://www.presse-control.de/2022/06/21/keramik-3d-druck-leistet-beitrag-zur-entwicklung-sauberer-kernenergie/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-control.de/2022/06/21/keramik-3d-druck-leistet-beitrag-zur-entwicklung-sauberer-kernenergie/" data-wpel-link="internal">Keramik 3D-Druck leistet Beitrag zur Entwicklung sauberer Kernenergie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-control.de" data-wpel-link="internal">Presse Control</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>3D-gedruckte Keramik unterstützt europäische Forscher bei der Auslegung eines innovativen Kernreaktors. Mit diesem EU-Projekt sollen Super-GAUs unmöglich, Atommüll-Radioaktivität drastisch verringert und Isotope für die Krebsforschung erzeugt werden.</b></p>
<p><b>Projektidee</b></p>
<p>MYRRHA ist die Bezeichnung eines innovativen und ehrgeizigen europäischen Projektes zur Entwicklung der nächsten Generation sauberer und sicherer Atomkraftwerke. Mit einem Budget von ca. 1,6 Milliarden Euro soll bis 2036 im belgischen Mol ein <b>neuartiger Kernreaktor</b> entstehen, der drei essenzielle Verbesserungen gegenüber den heutigen Kraftwerken aufweist:</p>
<ul class="bbcode_list">
<li>Durch die sogenannte „Transmutation“ wird die Radioaktivität des Atommülls drastisch reduziert, was die <b>Endlagerung</b> laut Schätzung von ca. 300.000 Jahren um den Faktor 1000 <b>auf nur noch 300 Jahre verkürzt</b></li>
<li>Der Reaktorkern ist so konzipiert, dass er im Störfall direkt abschaltet und so ein <b>Super-GAU unmöglich</b> ist</li>
<li>Neben der wissenschaftlichen Forschung werden im Reaktor zudem <b>lebensnotwendige Radioisotope für die Krebsforschung und Therapie</b> erzeugt</li>
</ul>
<p>In der momentan laufenden Designphase untersucht das Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit (ITES) am <b>Karlsruher Institut für Technologie (KIT)</b> die Zuverlässigkeit thermohydraulischer Komponenten des Forschungsreaktors in Belgien. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Performance der im Reaktorkern liegenden hexagonalen Brennstabbündel aus Edelstahl, die von einem flüssigen Bismut-Blei-Gemisch als Kühlmittel umströmt werden. Durch Bildung von Bleioxiden oder der Ablagerung anderer Fremdstoffe in der Metallschmelze kann eine sogenannte „Verblockung“ entstehen, die die Kühlung des Reaktors negativ beeinflusst.</p>
<p>In Zusammenarbeit mit dem ITES wurde daher eine keramische „Fluidbremse“ entwickelt, die geometrisch diese mögliche Blockade exakt nachstellen soll. Dies ermöglicht genauere Berechnungen des Strömungs- und Kühlverhaltens mittels „Computational Fluid Dynamics (CFD)“. Die eingesetzte Blockade muss dabei besondere Herausforderungen bezüglich des Temperaturbereiches von 200°C bis 450°C, der Stabilität bei Strömungsgeschwindigkeiten bis zu 2m/s in Flüssigmetall und der genau definierten Geometrie im Millimeterbereich erfüllen.</p>
<p><b>3D-Nachstellung des Metalloxides aus Keramik</b></p>
<p>In der Vergangenheit wurden verschiedenste metallische Drahtgitterstrukturen getestet, um die erwähnte Verblockung des Kühlmittelstroms abzubilden. Allerdings konnten diese Testreihen die Vorgaben nur bedingt erfüllen. Daher entschied man sich für eine <b>3D-gedruckte Keramik aus ZrO<sub>2</sub></b>, um folgende Vorteile nutzen zu können:</p>
<ul class="bbcode_list">
<li>Keramik bietet die nötige thermische und chemische Stabilität für die aggressive Umgebung im Testreaktor</li>
<li>ZrO<sub>2</sub> weist eine <b>niedrige Wärmeleitfähigkeit (WLF)</b> auf, die der Leitfähigkeit des Metalloxides bestmöglich entspricht und daher die Verlässlichkeit der Simulation erhöht</li>
<li>Die porösen Strukturen des Metalloxides können im 3D-Druck <b>detailgetreu</b> nachgestellt werden (siehe schematische Darstellung des Bauteils), um so den Strömungswiderstand der Verblockung ideal zu simulieren</li>
<li>Durch die <b>Flexibilität</b> des 3D-Druckes ist eine Anpassung der Geometrie einfach umsetzbar. Das Durchlaufen mehrerer Iterationen ermöglicht es, die passende Geometrie für eine optimale Performance des Bauteils in der Simulation zu finden</li>
</ul>
<p>Durch die detailgetreue Nachbildung soll das Strömungsverhalten des eingesetzten Kühlmittels und die thermische Belastung der Heizstäbe im eigentlichen Reaktor genau vorhergesagt werden. Die Vorversuche werden am Karlsruher Institut mittels eines eigens hierfür errichteten „THEADES“-Kreislaufsystems für Blei-Bismut durchgeführt. Zur Veranschaulichung finden Sie eine schematische Darstellung des Kreislaufes als auch der Brennstabbündel inklusive 3D-gedruckter keramischer Blockade am Ende des Artikels. Die durch die Simulation gewonnenen Daten helfen dabei mögliche Fehler bereits in der Designphase des Reaktors zu erkennen, da Anpassungen später nur sehr schwierig und kostenintensiv umsetzbar sind.</p>
<p><b>Technische Herausforderungen im keramischen 3D-Druck</b></p>
<p>Um das sich bildende Metalloxid realitätsgetreu nachzustellen, muss das keramische Bauteil einen vergleichbaren Strömungswiderstand erzeugen. Dies wird durch eine hohe Packungsdichte und enge Kanalstrukturen erreicht, welche das durchfließende Blei-Bismut-Gemisch „bremsen“. Wichtig für die späteren Berechnungen ist hierbei eine <b>isotrope Fluidität</b>, d.h. der erzeugte Strömungs-widerstand muss über die gesamte Fläche des Bauteils gleich sein. Treten Unterschiede auf, nimmt das flüssige Metall den Weg des geringsten Widerstandes und die Messungen werden dadurch verfälscht.</p>
<p>Der 3D-Druck kann die gestellten Anforderungen besser abbilden als andere Herstellungsverfahren. Dennoch sind einige Herausforderungen im Prozess zu meistern:</p>
<ul class="bbcode_list">
<li>Die Geometrie muss druckbar und – fast noch wichtiger – reinigbar sein. Das „Postprocessing“ (Reinigen) der Bauteile ist durch die hohe Packungsdichte stark erschwert</li>
<li>Übliche Strukturen wie Gyroid oder Diamantgitter haben keine isotrope Fluidität, daher musste eine neue geometrische Struktur entwickelt werden, um die Verblockung realistisch abzubilden</li>
<li>Die Kombination aus hoher Komplexität und dünnen Verbindungsstegen erhöht das Risiko für Fehler im Druckprozess. Um dies zu vermeiden, müssen die Druckparameter individuell an die Geometrie angepasst werden</li>
</ul>
<p><b>Ausblick</b></p>
<p>Die bisherigen Iterationen zeigen, dass die erzeugte Geometrie der 3D-gedruckten Keramik die Blockade durch entstehendes Metalloxid gut nachbildet. Kleinere Anpassungen sollen die Simulation noch weiter optimieren, aber die Ergebnisse deuten schon jetzt darauf hin, dass die 3D-gedruckte Fluidbremse die an sie gestellten Anforderungen erfüllt und damit einen wichtigen Beitrag zur Simulation des Reaktors leisten wird.</p>
<p>Hat der Artikel Ihr Interesse geweckt? Unter <a href="https://hilgenberg-ceramics.de/news/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://hilgenberg-ceramics.de/news/</a> veröffentlichen wir regelmäßig Anwendungsbeispiele, um Ihnen die Möglichkeiten des keramischen 3D-Druckes näher zu bringen. Dort finden Sie auch unsere Kontaktdaten, falls Sie weitere Rückfragen haben.</p>
<p>Nähere Informationen zu den Aktivitäten unserer Partner am KIT finden Sie unter <a href="http://www.ites.kit.edu" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">www.ites.kit.edu</a>.</div>
<div class="pb-boilerplate">
<div>Über die Hilgenberg-Ceramics GmbH &amp; Co. KG</div>
<p>Die Kompetenz von Hilgenberg-Ceramics erstreckt sich &uuml;ber die Schnittmenge des 3D-Drucks und der technischen Keramik. Zusammen mit unseren Kunden realisieren wir neuartige und individuelle Produkte. Dazu verwenden wir unsere 3D-Drucktechnologie und unser Know-How in technischer Keramik. In Deutschland und der EU z&auml;hlen wir damit zu den wenigen Anbietern, die diese zwei Kompetenzen vereinen.</p>
<p>Wir erzielen so mit der additiven Fertigung der technischen Keramik einen Mehrwert f&uuml;r unsere Kunden, denn die Einsatzfelder reichen von Medizintechnik &uuml;ber Dental und Maschinenbau bis hin zu Sensortechnik und Hochtemperaturheizsystemen. Der keramische 3D-Druck wird vor allem dort eingesetzt, wo hohe Anspr&uuml;che an Designfreiheit und besondere Anforderungen an das Material gestellt werden. Als Werkstoffe f&uuml;r den 3D-Druck bieten wir die Keramiken Aluminiumoxid (Al2O3) und Zirkonoxid (ZrO2) an. Zudem bieten wir auch Fused Silica als Werkstoff an, z. B. f&uuml;r Investment Casting Kunden.</p>
</div>
<div class="pb-company">
<div>Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:</div>
<p>Hilgenberg-Ceramics GmbH &amp; Co. KG<br />
Rheinstra&szlig;e 60A<br />
56203 H&ouml;hr-Grenzhausen<br />
Telefon: +49 (2624) 92799-90<br />
<a href="https://hilgenberg-ceramics.de/" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://hilgenberg-ceramics.de/</a></div>
<div class="pb-contacts">
<div>Ansprechpartner:</div>
<div class="pb-contact-item">Alex Hilgenberg<br />
Telefon: +49 (2624) 92799-90<br />
E-Mail: &#105;&#110;&#102;&#111;&#064;&#104;&#105;&#108;&#103;&#101;&#110;&#098;&#101;&#114;&#103;&#045;&#099;&#101;&#114;&#097;&#109;&#105;&#099;&#115;&#046;&#100;&#101;
</div>
<div class="pb-links">
<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
                        <a href="https://www.pressebox.de/pressemitteilung/hilgenberg-ceramics-gmbh-co-kg/Keramik-3D-Druck-leistet-Beitrag-zur-Entwicklung-sauberer-Kernenergie/boxid/1117325" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Originalmeldung der Hilgenberg-Ceramics GmbH &amp; Co. KG</a>
                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.pressebox.de/newsroom/hilgenberg-ceramics-gmbh-co-kg" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Meldungen der Hilgenberg-Ceramics GmbH &amp; Co. KG</a>
                    </li>
</ul></div>
<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
            </div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-control.de/2022/06/21/keramik-3d-druck-leistet-beitrag-zur-entwicklung-sauberer-kernenergie/" data-wpel-link="internal">Keramik 3D-Druck leistet Beitrag zur Entwicklung sauberer Kernenergie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-control.de" data-wpel-link="internal">Presse Control</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit 3D-Druck zum Metall-Keramik-Verbund</title>
		<link>https://www.presse-control.de/2022/01/18/mit-3d-druck-zum-metall-keramik-verbund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Hilgenberg-Ceramics]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 09:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Metall-Keramik-Verbindungen vereinen die Vorteile beider Werkstoffe und erschließen neue Anwendungsfelder. Die Kombination von Metall- und Keramik-3D-Druck bietet umfassende Gestaltungsfreiheiten in der Konzeption der Verbindungsfläche. Durch diese Flexibilität kann viel Zeit und Geld bei konstruktiven Anpassungen gespart werden. Große Potentiale im <a href="https://www.presse-control.de/2022/01/18/mit-3d-druck-zum-metall-keramik-verbund/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-control.de/2022/01/18/mit-3d-druck-zum-metall-keramik-verbund/" data-wpel-link="internal">Mit 3D-Druck zum Metall-Keramik-Verbund</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-control.de" data-wpel-link="internal">Presse Control</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Metall-Keramik-Verbindungen vereinen die Vorteile beider Werkstoffe und erschließen neue Anwendungsfelder. Die Kombination von Metall- und Keramik-3D-Druck bietet umfassende Gestaltungsfreiheiten in der Konzeption der Verbindungsfläche. Durch diese Flexibilität kann viel Zeit und Geld bei konstruktiven Anpassungen gespart werden.</b></p>
<p><b>Große Potentiale im 3D-Druck</b></p>
<p>Der keramische 3D-Druck etabliert sich bereits erfolgreich als eine Technologie der Zukunft. Laut dem Marktforschungsunternehmen SmarTech soll die Branche bis 2030 einen Jahresumsatz von 4,8 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Jedes Jahr kommen neue Anwendungsfelder in Bereichen wie z.B. der Verfahrenstechnik, Analytik und Sensorik oder auch der Medizintechnik hinzu. <b>Zahlreiche Vorteile</b>, die der 3D-Druck gegenüber herkömmlichen Herstellungsverfahren bietet, geben den Kunden mehr Flexibilität:</p>
<ul class="bbcode_list">
<li>Notwendige <b>Änderungen am Bauteil</b> können <b>schnell und kostengünstig</b> vorgenommen werden, da kein neues Werkzeug nötig ist</li>
<li>Bauteile aus Metall und Kunststoff, die bisher mit herkömmlichen Verfahren der Keramikherstellung nicht abbildbar waren, können durch 3D-Druck substituiert werden. Der Kunde profitiert von <b>längeren Standzeiten und höherer Produktionsstabilität</b></li>
<li>Der 3D-Druck ermöglicht <b>komplexe Einzelbauteile, wo bisher mehrere Komponenten benötigt werden</b>. Damit entfällt die Montage und auch die Beschaffung wird erleichtert</li>
</ul>
<p>Soweit die Theorie, aber wie sieht das Ganze an einem Praxisbeispiel aus? Im Folgenden wird eine aktuelle Anwendung beleuchtet, in der über 3D-Druck sowohl Standzeiten als auch Kosten optimiert werden konnten.</p>
<p><b>Praxisbeispiel: Rückschlagventil zur Fluidzerstäubung in der Verfahrenstechnik</b></p>
<p>In vielen Industrien, wie z.B. der Verfahrenstechnik, Chemie- und Pharmaindustrie oder der Lebensmittelbranche, stellen <b>Transport, Dosierung und Steuerung hochabrasiver Fluide</b> einen Härtetest für die verwendeten Werkstoffe dar.</p>
<p>Normalerweise wird in solchen Fällen Hartmetall (z.B. Wolfram-Carbid-Kobalt, WC-Co) eingesetzt. Einige der geförderten Flüssigkeiten weisen allerdings nicht nur abrasive Partikel auf, sondern korrodieren auch die Binderphase (Kobalt) des Hartmetalls. Dies führt zu einem Bauteilversagen innerhalb weniger Stunden. Daher sind die <b>Fluide</b> <b>zu korrosiv für Hartmetall</b>.</p>
<p>Edelstahl 1.4404 als korrosionsfeste Alternative ist in der Verfahrenstechnik, Analytik und Medizintechnik an vielen Stellen bereits Stand der Technik. Im hier beschriebenen Anwendungsfall eignet sich der Edelstahl entlang gerader Rohrleitungen, da sich hier die Abrasion in Grenzen hält. Doch <b>an Ventilen, Umlenkungen und Düsen ist der Verschleiß zu groß für Edelstahl</b>. Für diese Bauteile wird daher ein äußerst verschleißbeständiger Werkstoff benötigt.</p>
<p>Hier kommt die Keramik ins Spiel. Aluminiumoxid (Al<sub>2</sub>O<sub>3</sub>) und Zirkonoxid (ZrO<sub>2</sub>) sind sehr beliebt für technische Anwendungen, aber sind beide hier geeignet? Die Korrosionsbeständigkeit besticht bei beiden Materialien, Al<sub>2</sub>O<sub>3</sub> weist eine höhere Härte und damit bessere Abrasionsbeständigkeit auf. Außerdem ist ZrO<sub>2</sub> preislich doppelt so teuer in der Herstellung wie Al<sub>2</sub>O<sub>3</sub> und es besteht die Gefahr einer langfristigen hydrothermalen Alterung im wässrigen Milieu. Daher ist <b>hochreines Al<sub>2</sub>O<sub>3</sub> (99,9%) am besten für die Anwendung geeignet</b>.</p>
<p>Eine Schwierigkeit bleibt allerdings noch: Da die Peripherie oftmals aus Edelstahl besteht, kann der Übergang von der Keramik auf die Standardanschlüsse problematisch sein. Dies ist besonders der Fall, wenn eine hermetisch dichte Verbindung benötigt wird. Hier kann abgeholfen werden, indem das Beste aus beiden Welten kombiniert wird.</p>
<p><b>3D-gedruckte Metall-Keramik-Verbindung als Lösung</b></p>
<p>Metall-Keramik-Verbindungen können über verschiedenste Verfahren hergestellt werden. Für die beschriebene Anwendung wurde das Fügen mittels Aktivlöten gewählt, da dieses Verfahren die höchste Langzeitstabilität gewährleistet. Der 3D-Druck ermöglicht zudem die <b>freie Gestaltung der Kontaktstelle</b> und bietet somit jederzeit die Möglichkeit <b>schnelle und kostengünstige Anpassungen</b> vorzunehmen. Andere Herstellungsverfahren benötigen oftmals Werkzeuganpassungen, die deutlich kosten- und zeitintensiver sind.</p>
<p>Das eigentliche Rückschlagventil, das direkt mit den aggressiven Fluiden in Berührung kommt, wird aus hochreinem Aluminiumoxid gefertigt. Die Keramik sorgt durch ihre <b>hohe Korrosions- und Abrasionsbeständigkeit</b> für eine <b>höhere Lebensdauer</b>. Als Herstellungsverfahren wird der 3D-Druck auf Basis von Stereolithografie verwendet. So können die benötigten Toleranzen eingehalten und das <b>ganze Ventil in einem Arbeitsschritt dargestellt</b> werden &#8211; inklusive der innenliegenden Kugel.</p>
<p>Die Anschlüsse an die Keramik sind aus Edelstahl 1.4404 gefertigt und wurden von unserem Partner Lightway GmbH im SLM-Verfahren 3D gedruckt. Gleichzeitig stellen die Edelstahl-Anschlüsse eine hermetisch dichte Verbindung zur Peripherie her, um die abrasiven Fluide ohne Leckage fördern zu können. So wurden die Vorteile beider Werkstoffe optimal genutzt.</p>
<p>Metall und Keramik miteinander zu kombinieren ist eine große technische Herausforderung. Das Hauptproblem ist hier der große Unterschied im Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminiumoxid mit 8 ppm/K gegenüber Edelstahl 1.4404 mit 22 ppm/K. Dies führt sowohl bei der Fertigung als auch beim Einsatz unter Temperatureinwirkung zu starken Spannungen an der Kontaktstelle der beiden Werkstoffe und eventuell zum Ausfall des gesamten Bauteiles. Auch hier bietet der 3D-Druck die Lösung. Die Flexibilität des Verfahrens ermöglicht eine individuelle Konzeption der Kontaktstelle. So können durch sehr dünne Wandstärken und eine <b>3D-gedruckte Struktur an den Kontaktpunkten</b> auftretende Spannungen zwischen Metall und Keramik dynamisch abgebaut werden.</p>
<p>Das so erzeugte Bauteil erfüllt alle Anforderungen des Kunden. Der Anschluss ist hermetisch dicht und die Keramik trotzt dem aggressiven Milieu des Mediums deutlich länger als bisher getestete Produkte. Durch die höheren Standzeiten konnte so die Anzahl der Wartungszyklen minimiert und ein konstanteres Produktionsniveau erreicht werden.</p>
<p><b>Ausblick</b></p>
<p>Mit den gesammelten Erfahrungen und dem durchweg positiven Feedback des Kunden planen wir die Technologie der Metall-Keramik-Verbindung auch in anderen Bereichen einzusetzen. Weitere interessante Anwendungen sind beispielsweise der Einsatz in Sputteranlagen für die Vakuumtechnik und als Düsen in der Lebensmittelindustrie.</p>
<p>Die Vakuumtechnik stellt eine besondere Herausforderung an die Qualität der Verbindung, da diese nicht nur hermetisch, sondern vakuumdicht sein muss. Für die Düsen im zweiten Anwendungsfall hat die Keramik durch ihre Lebensmittelechtheit bereits einen klaren Vorteil gegenüber Metallen und Kunststoffen. Der Einsatz von Hartmetall ist durch die Korrosion des Cobalts problematisch. Düsen aus Hochleistungskunststoff bieten zwar kurzfristig gesehen Kostenvorteile, jedoch ist die Lebensdauer sehr kurz und es besteht die Gefahr der Kontamination durch Mikroplastik.</p>
<p>Auf unserer Homepage unter <a href="https://hilgenberg-ceramics.de/news/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://hilgenberg-ceramics.de/news/</a> stellen wir Ihnen regelmäßig Anwendungen vor, die durch den Einsatz von keramischem 3D-Druck optimiert werden konnten. Unser Verfahren bietet auch Ihnen die Performance und Flexibilität, die Sie für Ihren individuellen Anwendungsfall benötigen.</p>
<p>Haben Sie weiterführende Fragen zu unserem Artikel? Oder möchten Sie für Ihre eigene Anwendung die Optionen des keramischen 3D-Druckes erkunden? Sie können uns jederzeit per Email oder telefonisch erreichen. </p></div>
<div class="pb-boilerplate">
<div>Über die Hilgenberg-Ceramics GmbH &amp; Co. KG</div>
<p>Die Kompetenz von Hilgenberg-Ceramics erstreckt sich &uuml;ber die Schnittmenge des 3D-Drucks und der technischen Keramik. Zusammen mit unseren Kunden realisieren wir neuartige und individuelle Produkte. Dazu verwenden wir unsere 3D-Drucktechnologie und unser Know-How in technischer Keramik. In Deutschland und der EU z&auml;hlen wir damit zu den wenigen Anbietern, die diese zwei Kompetenzen vereinen.</p>
<p>Wir erzielen mit additiver Fertigung der technischen Keramik einen Mehrwert f&uuml;r unsere Kunden, denn die Einsatzfelder reichen von Medizintechnik &uuml;ber Dental und Maschinenbau bis hin zu Sensortechnik und Hochtemperaturheizsystemen. Der keramische 3D-Druck wird vor allem dort eingesetzt, wo hohe Anspr&uuml;che an Designfreiheit und besondere Anforderungen an das Material gestellt werden. Als Werkstoffe f&uuml;r den 3D-Druck bieten wir Aluminiumoxid (Al2O3) und Zirkonoxid (ZrO2) an. Zudem bieten wir auch Fused Silica als Werkstoff an, z. B. f&uuml;r Investment Casting Kunden.</p>
</div>
<div class="pb-company">
<div>Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:</div>
<p>Hilgenberg-Ceramics GmbH &amp; Co. KG<br />
Rheinstra&szlig;e 60A<br />
56203 H&ouml;hr-Grenzhausen<br />
Telefon: +49 (2624) 92799-90<br />
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<div class="pb-contacts">
<div>Ansprechpartner:</div>
<div class="pb-contact-item">Kai Keßlau<br />
Marketing<br />
Telefon: +49 (2624) 92799-92<br />
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</div>
<div class="pb-links">
<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
                        <a href="https://www.pressebox.de/pressemitteilung/hilgenberg-ceramics-gmbh-co-kg/Mit-3D-Druck-zum-Metall-Keramik-Verbund/boxid/1095538" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Originalmeldung der Hilgenberg-Ceramics GmbH &amp; Co. KG</a>
                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.pressebox.de/newsroom/hilgenberg-ceramics-gmbh-co-kg" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Meldungen der Hilgenberg-Ceramics GmbH &amp; Co. KG</a>
                    </li>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-control.de/2022/01/18/mit-3d-druck-zum-metall-keramik-verbund/" data-wpel-link="internal">Mit 3D-Druck zum Metall-Keramik-Verbund</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-control.de" data-wpel-link="internal">Presse Control</a>.</p>
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