Zum 1. Januar 2026 hat Timo Grunemann die Leitung der Forschungsgruppe Spektroskopie im Bereich Qualität und Lebenszyklus (QuL) am Kunststoff-Zentrum SKZ übernommen. Mit seiner Expertise in KI-gestützten Analyseverfahren und moderner spektroskopischer Messtechnik will er insbesondere die datenbasierte spektrale Bewertung von Rezyklaten und die nachhaltige Kreislaufführung von Kunststoffen weiter vorantreiben

Nach fast fünf Jahren in der Forschungsgruppe Digitalisierung hat Timo Grunemann zum 1. Januar 2026 die Leitung der Gruppe Spektroskopie übernommen. Bisher hat er sich in der Gruppe Digitalisierung schwerpunktmäßig mit Projekten zur Entwicklung von KI-Modellen für die Prozessoptimierung in der Kunststoffindustrie beschäftigt. Schnittpunkte zur Spektroskopie waren dabei schon vorhanden: „Bereits während meiner Zeit in der Digitalisierung konnte ich zusammen mit der Gruppe Spektroskopie zwei erfolgreiche Anträge für Forschungsprojekte umsetzen“, so Grunemann.

Eines dieser Projekte ist das aktuell laufende KMU-innovativ-Verbundprojekt SpectralAIge. Es verbindet modernste spektroskopische Verfahren, darunter hyperspektrale Bildgebung kombiniert mit multispektraler LED-induzierter Fluoreszenzanregung, mit KI-basierten Auswertemethoden. Ziel des Projekts ist es, die prozessierungsbedingte Alterung von Kunststoffen im Wertstoffkreislauf frühzeitig zu erkennen. So können recycelte Kunststoffe je nach Alterungsgrad effizient verschiedenen Recyclingwegen – beispielsweise dem mechanischen oder chemischen Recycling, aber auch dem Downcycling – zugeführt werden.

Mit einem Physik-Diplom der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und einem Master in Optoelektronik und Lasern der Heriot-Watt University in Edinburgh bringt der 40-Jährige ideale Voraussetzungen für seine neue Aufgabe mit. „Wir freuen uns, dass wir mit Timo Grunemann jemanden mit großem interdisziplinärem Erfahrungsschatz und Expertise für die Position der Gruppenleitung gewinnen konnten“, so Dr. Linda Mittelberg, Bereichsleiterin Qualität und Lebenszyklus und ehemalige Gruppenleiterin Spektroskopie.

Zukünftige Entwicklung der Gruppe Spektroskopie

Die Gruppe Spektroskopie wird sich zukünftig weiterhin mit der Anwendung und Weiterentwicklung moderner spektroskopischer Methoden beschäftigen. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Eingangsbewertung von Rezyklaten mit Hyperspektraler Bildgebung liegen. Da Rezyklate chargenweise häufig schwankende Materialparameter aufweisen, ist ihre Verarbeitung für viele Unternehmen weiterhin eine große Herausforderung.

Hyperspektrale Bildgebung bietet hier große Chancen, da diese Technik die schnelle Analyse großer Materialmengen ermöglicht. Weitere aktuelle Fokuspunkte liegen in der Inline-Raman-Spektroskopie, etwa zur Detektion von Fremdmaterial in der Schmelze im Extrusionsprozess sowie in dem Einsatz von Machine-Learning-Methoden zur Erstellung chemometrischer Analysemodelle.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Gruppe unter anderem mit der Wasserstoffpermeation von Kunststoffen. Ein Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung wasserstofffreier Prüfverfahren, die der Industrie effiziente und sichere Alternativen zu klassischen Wasserstofftests bieten sollen.
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Über SKZ – Das Kunststoff-Zentrum

Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.

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