Mit dem ersten Seminar „Drohnen in der Zerstörungsfreien Prüfung“ hat die DGZfP  in Magdeburg ein hochaktuelles Technologiethema aufgegriffen. Die Teilnehmenden erhielten einen umfassenden Überblick über Technik, Anwendungen, rechtliche Rahmenbedingungen und Zukunftsaussichten des Drohneneinsatzes in der ZfP.

Der Einsatz von Drohnen entwickelt sich rasant und eröffnet auch für die Zerstörungsfreie Prüfung neue Möglichkeiten. Die Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) möchte diese Entwicklung aktiv unterstützen und veranstaltete erstmals das Seminar „Drohnen in der Zerstörungsfreien Prüfung“. Veranstaltungsort war das neu errichtete Gebäude auf dem Gelände des Ausbildungszentrums Magdeburg.

Im Mittelpunkt standen die technische Entwicklung, konkrete Praxisanwendungen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Frage, wie Drohnentechnologien sinnvoll in bestehende Prüfprozesse integriert werden können.

Hohe Resonanz und fachlicher Austausch

Das bis auf den letzten Platz ausgebuchte Seminar richtete sich an Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Industriezweigen, an Prüfdienstleister, Hersteller sowie Expertinnen und Experten aus der Forschung, die sich mit innovativen Prüfmethoden und digitalen Technologien beschäftigen.

Ziel der Veranstaltung war es, einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand der Drohnentechnik zu geben und deren Relevanz für die Zerstörungsfreie Prüfung fachlich einzuordnen.

Grundlagen, Recht und die Perspektive der Ausbildung

Der erste Veranstaltungstag begann mit einer kurzen Eröffnung durch den Geschäftsführer der DGZfP Ausbildung und Training GmbH, Dr. Sascha Feistkorn. Eine anschließende Umfrage unter den Teilnehmenden verdeutlichte das große Interesse an der Drohnentechnik. Der Eröffnungsvortrag thematisierte die Herausforderungen beim Betrieb unbemannter Luftfahrzeugsysteme sowie mögliche Lösungsansätze.

Es folgte ein Grundlagenblock, in dem rechtliche Voraussetzungen, flugbetriebliche Anforderungen und Aspekte der Arbeitssicherheit im Fokus standen. Ergänzt wurde dieser Themenkomplex durch einen Beitrag zu den Perspektiven von Drohnen in der ZfP aus Sicht der Aus- und Weiterbildung.

Nach der Mittagspause widmete sich das Seminar der Ausbildung, der praktischen Umsetzung von Inspektionsflügen sowie der Entwicklung spezifischer Drohnensysteme. Ein weiterer Vortrag beleuchtete die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen für den regelkonformen Drohnenbetrieb in Deutschland und führte zu einer sehr angeregten Diskussion.

Technik zum Anfassen: Live-Vorführungen der Hersteller

Am späteren Nachmittag folgte ein Herstellerblock mit Vorführungen. Präsentiert wurden Drohnenlösungen für schwer zugängliche Einsatzorte im Indoor- und Outdoor-Bereich. Mit hochauflösenden Kameras, Wärmebildsensoren, LIDAR-Sensorik und kontaktbasierten Prüfverfahren ermöglichen Drohnen eine detaillierte Erfassung von Oberflächenzuständen, Korrosionserscheinungen und Rissbildungen. Den Abschluss des ersten Tages bildeten umfangreiche Live-Vorführungen, bei denen die Teilnehmenden verschiedene Systeme praxisnah erleben konnten.

„Das Drohnenseminar der DGZfP überzeugte durch einen hohen Praxisbezug und eine klare, verständliche Vermittlung der relevanten Regelwerke. Sowohl die Anforderungen an das Prüfen als auch an den sicheren und regelkonformen Einsatz der Drohnen wurde anschaulich und praxisgerecht dargestellt. Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung mit hohem Mehrwert für die Teilnehmer.“

Torsten Teller, Vorstand viZaar AG

Von Indoor-Inspektionen bis zur Unterwasser-Robotik

Der zweite Veranstaltungstag begann mit dem Themenblock Indoor. Vorgestellt wurden Drohneneinsätze für Inspektionen in engen oder schwer zugänglichen Räumen in der Zerstörungsfreien Prüfung sowie bei High-End-Industrieanwendungen. Ergänzt wurde dieser Block durch einen Beitrag zu Unterwasserinspektionen mittels Micro-ROV-Systemen und KI-gestützter Bildauswertung. Insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz spielt hierbei eine zentrale Rolle, da die Auswertung der großen Datenmengen effizient erfolgen muss.

Infrastruktur, Umwelt und Energie

Im anschließenden Themenfeld Bauwesen standen moderne Bauwerksprüfungen im Fokus. Behandelt wurden flächendeckende Inspektionen an schwer zugänglicher Infrastruktur, die Integration von UAV-Punktwolken sowie kontaktbasierte und kontaktlose Prüfverfahren zur Schadens- und Korrosionserkennung.

Der letzte Themenblock widmete sich Anwendungen in den Bereichen Energie und Umwelt. Vorgestellt wurden unter anderem innovative Drohneneinsätze im maritimen Umfeld, autonome Messflüge, robotische Sensorik, hyperspektrale Messverfahren sowie Inspektionen von Energieinfrastruktur. Auch Start-ups mit neuen Lösungsansätzen erhielten hier eine Plattform.

Ein starkes Signal für die Zukunft der ZfP

Das Schlusswort fasste die vielfältigen Anwendungsfelder und Zukunftsaussichten der Drohnentechnologie zusammen. Mit dem Seminar in Magdeburg setzt die DGZfP ihre Arbeit fort, neue Technologien frühzeitig aufzugreifen. Die Veranstaltung bot nicht nur einen umfassenden Überblick über den Stand der Technik, sondern auch Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung.

Die hohe Anzahl an Teilnehmenden sowie die intensiven Fragerunden nach den Vorträgen unterstrichen die große Bedeutung des Themas. Damit leistet die DGZfP einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Zerstörungsfreien Prüfung und unterstützt ihre Mitglieder beim Einsatz innovativer Methoden. Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema sind bereits geplant – unter anderem wird die Drohnentechnologie auch im Programm der kommenden DGZfP-Jahrestagung in Aachen vertreten sein.

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