Wo wird die Leiterplatte tatsächlich gefertigt?
Denn ein Anbieter mit deutscher Niederlassung und asiatischer Produktion ist etwas anderes als ein Leiterplattenhersteller wie Precoplat mit eigener Fertigung in Deutschland. Gerade bei Preisvergleichen, Lieferketten, Datensicherheit oder kurzfristigen technischen Änderungen sollte man sich dieser Differenzierung bewusst werden.
Warum diese Unterscheidung beim Preisvergleich wichtig ist
Angebote aus Asien können erheblich günstiger sein. Die dortige Leiterplattenindustrie arbeitet jedoch unter anderen Rahmenbedingungen: sehr hohe Produktionsvolumina, stark konzentrierte Lieferketten, niedrigere Umweltstandards und Energie-/Lohnkosten sowie stattliche Subventionen.
Das ist zunächst weder gut noch schlecht. Es ist schlicht eine andere industrielle Struktur.
Ein Preisvergleich wird jedoch problematisch, wenn ein Kunde glaubt, zwei europäische Fertigungsmodelle miteinander zu vergleichen, tatsächlich aber eine deutsche Eigenfertigung einem Anbieter mit weitgehend asiatischer Produktion gegenüberstellt. Dann werden schnell Äpfel mit Birnen verglichen. Andreas Brüggen, Geschäftsführer von Precoplat, betont den Produktionsort als einen wesentlichen Bestandteil eines fairen Angebotsvergleichs: „Wenn ein Anbieter in Deutschland verkauft, die Leiterplatte aber in Asien fertigen lässt, ist das kein Vergleich mit deutscher Fertigung. Der Produktionsort gehört genauso offen auf den Tisch wie Preis und Lieferzeit.“
Ein erster belastbarer Hinweis auf eine tatsächliche deutsche Fertigung ist deshalb eine eindeutige Herkunftsangabe. Werden die angebotenen Leiterplatten beispielsweise als „Made in Germany“ bezeichnet? Diese Bezeichnung ist mehr als nur ein hübsches Deutschlandfähnchen. Nach der Rechtsprechung müssen die wesentlichen Fertigungsschritte, durch die ein Industrieprodukt seine maßgeblichen Eigenschaften erhält, in Deutschland stattfinden. Zugekaufte Rohstoffe oder Vormaterialien schließen „Made in Germany“ dagegen nicht grundsätzlich aus. Precoplat formuliert diese Herkunft bewusst eindeutig: Die Leiterplatten von Precoplat werden ausschließlich in Deutschland gefertigt. Die Hintergründe dieser Entscheidung werden ausführlich unter Made in Germany bei Precoplat erläutert.
Für Katharina Völker, Geschäftsführerin von Precoplat, gehört zu einer Herkunftsangabe deshalb auch die entsprechende Nachvollziehbarkeit: „Made in Germany sollte kein Versprechen sein, das der Kunde einfach glauben muss. Bei Precoplat lässt sich konkret zeigen, wo die Leiterplatten gefertigt werden: am eigenen Produktionsstandort in Krefeld.“ Ob eine solche Aussage tatsächlich plausibel ist, lässt sich vereinfacht mit wenigen Punkten überprüfen.
Der schnelle Herkunftscheck für Leiterplatten:
1. Steht ausdrücklich „Made in Germany“ bei den Leiterplatten?
Nicht „German Engineering“, „deutscher Service“ oder „europäischer Anbieter“, sondern eine klare Aussage zur Fertigung des Produkts.
Bei Precoplat: Ja
2. Wird ein konkreter Produktionsstandort genannt?
Ein Hersteller sollte nicht nur seinen Firmensitz nennen, sondern erklären können, wo produziert wird.
Bei Precoplat lautet die Antwort: Oberdießemer Straße 15 in Krefeld.
Wer ganz pragmatisch prüfen möchte, kann sich den Standort sogar aus der Luft ansehen: Precoplat-Produktion auf Google Earth. Ein Satellitenbild ist selbstverständlich kein Herkunftszertifikat. Aber es ist ein erstaunlich einfacher Plausibilitätscheck, um zu prüfen, ob sich hinter einer Adresse tatsächlich ein industrieller Produktionsstandort verbirgt.
3. Werden die eigenen Fertigungsprozesse transparent gezeigt?
Wer selbst produziert, sollte auch Einblicke in die eigene Fertigung geben können.
Produktionsbilder, Einblicke in einzelne Fertigungsschritte sowie Unternehmens- oder Presseberichte können zeigen, welche Prozesse tatsächlich selbst durchgeführt werden. Gerade bei Leiterplatten lässt sich so nachvollziehen, ob beispielsweise Multilayerfertigung, Bohren und Fräsen, Galvanik, Strukturierung, Lötstopplack, Oberflächenveredelung oder Prüfverfahren zur eigenen Fertigung gehören.
Precoplat präsentiert seine Fertigung auf der eigenen Website und regelmäßig in Unternehmensbeiträgen und Presseveröffentlichungen.
4. Sind technische Daten, Qualitätsstandards und Zertifikate öffentlich nachvollziehbar?
Je transparenter ein Hersteller seine technischen Möglichkeiten dokumentiert, desto leichter lässt sich beurteilen, ob die angegebene Fertigungstiefe plausibel ist.
Bei Precoplat ist dies im Download-Center nachvollziehbar. Dort veröffentlicht Precoplat unter anderem technische Lieferbedingungen, Design Rules, Multilayer-Lagenaufbauten und Zertifikate.
Viermal Ja? Dann spricht bereits ziemlich viel für eine tatsächliche eigene Fertigung.
Deutsche Rohstoffe sind für „Made in Germany“ nicht erforderlich
Ein Punkt wird beim Thema „Made in Germany“ gelegentlich missverstanden.
So bestehen auch die Leiterplatten von Precoplat nicht ausschließlich aus Rohstoffen deutscher Herkunft. FR4-Laminate, Kupferfolien, Chemikalien und andere Vormaterialien sind, Teil internationaler Lieferketten. Dies ist auch gar nicht anders möglich, da viele Zulieferwaren gar nicht mehr in Europa bezogen werden können.
Entscheidend ist bei Industrieprodukten vielmehr, wo die wesentlichen wertbestimmenden Fertigungsschritte stattfinden. Bei Precoplat werden aus diesen Vormaterialien in Krefeld unbestückte Leiterplatten gefertigt. Von der technischen Datenprüfung über die eigentliche Leiterplattenfertigung bis hin zur Qualitätssicherung bleiben die entscheidenden Prozesse am Standort.
Internationale Beschaffung ist nicht grundsätzlich falsch. Für bestimmte Anforderungen ist sie wirtschaftlich absolut sinnvoll und alternativlos.
Aber: Der Kunde sollte wissen, was er kauft und wo es produziert wird.
Wer bewusst einen asiatischen Hersteller auswählt, trifft eine nachvollziehbare Beschaffungsentscheidung. Wer dagegen bewusst eine Leiterplatte aus Deutschland oder Westeuropa beschaffen möchte, sollte sicher sein können, dass hinter dem entsprechenden Auftritt auch tatsächlich eine solche Fertigung steht.
Fazit: Nicht nur auf die Flagge schauen
Eine deutsche Domain ist schnell registriert.
Eine Deutschlandflagge ist schnell auf einer Website platziert.
Ein deutsches Vertriebsbüro lässt sich ebenfalls eröffnen.
Eine komplexe Leiterplattenfertigung in Deutschland hingegen nicht.
Wer Wert auf „Made in Germany“ legt, sollte daher auf einen kurzen Backgroundcheck keinesfalls verzichten.
Das Familienunternehmen PRECOPLAT wird in der zweiten Generation von den Geschwistern Andreas BRÜGGEN und Katharina VÖLKER geführt und produziert hochautomatisiert und in allen Seriengrößen – unbestückte ein- und doppelseitige Leiterplatten, Multilayer bis zu 24 Lagen und semiflexible Platinen auf dem auf 25.000 qm angewachsenen Produktionsstandort in NRW.
Die Geschichte von PRECOPLAT beginnt in den frühen 1970er-Jahren im Keller eines Nachtclubs: Inspiriert vom Film „Saturday Night Fever“ wollte der Gastronom Manfred VÖLKER mit einem aufwendigen Licht- und Sounddesign auf den Zug moderner Diskothekenausstattungen aufspringen. Um Kosten zu sparen entwickelte VÖLKER zusammen mit einigen Elektronikstudenten; die aufgrund exzessiven Feierns bei ihm „in der Kreide“ standen, Schaltungen auf Basis kupferbeschichteter Pertinaxplatten. Von der jahrelangen Gastronomie ermüdet, aber an dieser Technik brennend interessiert, sah VÖLKER die kommerziellen Perspektiven der Leiterplatte und gründete 1977 die PRECOPLAT Präzisions-Leiterplatten-Technik GmbH in Krefeld.
Bis heute erfolgt – von der Arbeitsvorbereitung bis zur elektrischen Endprüfung – der gesamte Herstellungsprozess unter einem Dach. Vom einstigen „Kellerkind“ entwickelte sich die PRECOPLAT so zu einem hochmodernen mittelständischen Unternehmen mit derzeitig etwa 75 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zwölf Millionen Euro.
Weitere Informationen zu PRECOPLAT sind im Netz unter precoplat.de zu finden.
Precoplat GmbH
Oberdießemer Straße 15
47805 Krefeld
Telefon: +49 (2151) 825-1
https://www.precoplat.de
Geschäftsführung
Telefon: +49 (2151) 825-1
Fax: +49 (2151) 932-450
E-Mail: andreas.brueggen@precoplat.de
Marketing Manager
Telefon: +49 (2151) 825 -327
E-Mail: marketing@precoplat.de
Geschäftsführung
Telefon: +49 (2151) 825-1
Fax: +49 (2151) 932-450
E-Mail: katharina.voelker@precoplat.de
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