Viele Unternehmen erkennen den Bedarf an Ladeinfrastruktur am eigenen Standort, zögern aber mit der Umsetzung. Ein häufiger Grund sind Bedenken hinsichtlich des Aufwands – vor allem dann, wenn neben den eigenen Mitarbeitern auch Dienstfahrzeuge, Kunden oder Besucher laden sollen. Ladeinfrastruktur wird deshalb oft nur für eine einzelne Nutzergruppe vorgesehen, obwohl moderne Lösungen genau für die gemeinsame Nutzung durch mehrere Gruppen entwickelt sind.

UNTERSCHIEDLICHE NUTZERGRUPPEN, UNTERSCHIEDLICHE ANFORDERUNGEN

Jede Nutzergruppe stellt eigene Anforderungen an die Ladeinfrastruktur. Die Fahrzeuge von Mitarbeitern stehen in der Regel mehrere Stunden am Standort, Dienstfahrzeuge müssen zu festen Zeiten einsatzbereit sein, und Kunden oder Besucher erwarten einen einfachen Zugang ohne vorherige Registrierung. Für Unternehmen stellt sich damit die Frage, wie sich Zugang, Abrechnung und verfügbare Leistung für alle Gruppen zuverlässig organisieren lassen, ohne dass daraus ein dauerhafter Verwaltungsaufwand entsteht.

„Die Zurückhaltung vieler Unternehmen ist verständlich, aber nicht notwendig. Mit dem passenden System lassen sich Zugang, Tarife und Abrechnung für jede Nutzergruppe einzeln steuern, und weitere Gruppen können jederzeit hinzukommen. Zusammen mit einer fundierten Beratung entsteht so eine Ladeinfrastruktur, die zum Unternehmen passt und mit ihm wächst“, sagt Matthias Schmid, Geschäftsführer von ENERANDO Technologies.

ZENTRALE STEUERUNG FÜR ALLE NUTZERGRUPPEN

Mit einem Charge Point Management System (CPMS) können Ladepunkte, Nutzer und Ladevorgänge einer professionellen Ladeinfrastruktur zentral gesteuert werden. Jeder Nutzergruppe lassen sich eigene Zugangsrechte und Tarife zuweisen. Mitarbeiter können so beispielsweise kostenfrei, vergünstigt oder zum regulären Tarif laden, dienstliche und private Ladevorgänge werden getrennt erfasst, und Besucher bezahlen direkt am Ladepunkt per Karte. Einzelne Ladepunkte lassen sich bei Bedarf dem Fuhrpark vorbehalten.

Zugangsrechte und Tarife sind dabei nicht dauerhaft festgelegt. Kommen weitere Elektrofahrzeuge oder neue Nutzergruppen hinzu, werden die Einstellungen im CPMS angepasst – ohne Eingriff in die Hardware.

DIE VERFÜGBARE LEISTUNG WIRD AUTOMATISCH VERTEILT

Ein dynamisches Lastmanagement verteilt die verfügbare Anschlussleistung automatisch und effizient auf alle Fahrzeuge, die gerade laden. Dabei können Prioritäten berücksichtigt werden, etwa für Dienstfahrzeuge, die zu festen Zeiten einsatzbereit sein müssen. Lastspitzen werden vermieden, und der vorhandene Netzanschluss wird von allen Nutzergruppen gemeinsam genutzt.

EIN MEHRWERT FÜR MITARBEITER, KUNDEN UND UNTERNEHMEN

Von einer Ladeinfrastruktur für mehrere Nutzergruppen profitieren alle Beteiligten. Für Mitarbeiter ist die Lademöglichkeit am Arbeitsplatz eine attraktive Zusatzleistung – gerade ohne eigene Lademöglichkeit zu Hause ein wichtiges Argument für den Umstieg auf Elektromobilität. Nach derzeitiger Rechtslage ist das vom Arbeitgeber zusätzlich zum Arbeitslohn gewährte Laden im Betrieb zudem bis Ende 2030 lohnsteuerfrei (§ 3 Nr. 46 Einkommensteuergesetz, EStG). Die konkrete Ausgestaltung sollte im Einzelfall steuerlich geprüft werden.

Kunden und Besucher können ihr Fahrzeug während ihres Aufenthalts laden und erhalten so einen zusätzlichen Service am Standort. Das Unternehmen stärkt damit seine Attraktivität als Arbeitgeber und die Bindung seiner Kunden. Werden Ladevorgänge von Besuchern abgerechnet, können zudem zusätzliche Einnahmen entstehen.

BERATUNG UND PLANUNG HALTEN DIE LADEINFRASTRUKTUR ERWEITERBAR

Welche Nutzergruppen an einem Standort laden, verändert sich häufig mit der Zeit. Oft beginnt es mit den Fahrzeugen der Mitarbeiter, später kommen Dienstfahrzeuge oder Ladepunkte für Kunden und Besucher hinzu. Eine fundierte Beratung und Planung sorgt dafür, dass die Ladeinfrastruktur diese Entwicklung mitgehen kann. Dazu werden Standort, Netzanschluss sowie die heutige und künftige Nutzung analysiert und in ein technisches und wirtschaftliches Konzept einschließlich Lastmanagement überführt. Der Aufbau kann modular erfolgen: Zunächst werden nur die aktuell benötigten Ladepunkte installiert, während Netzanschluss, Leitungswege und Verteilung bereits für weitere Nutzergruppen vorbereitet werden.

Auch die Wahl des Systems spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Backend auf Basis des offenen Kommunikationsstandards OCPP ermöglicht es, Ladehardware unterschiedlicher Hersteller einzubinden. Sollen Ladepunkte später auch Besuchern offenstehen, werden die dafür geltenden Anforderungen – etwa nach der EU-Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) und dem Mess- und Eichrecht – bereits bei der Auswahl der Hardware berücksichtigt. Ob ein Ladepunkt als öffentlich zugänglich gilt, sollte im Einzelfall geprüft werden. So entsteht Planungssicherheit für Investition und Betrieb.

Genau hier setzt ENERANDO an: Das Unternehmen bietet Planung, Aufbau und Betrieb aus einer Hand – von der Standortanalyse über die Umsetzung bis zum laufenden Betrieb. Mit dem CPMS ET|Portal lassen sich Nutzergruppen, Zugangsrechte und Tarife zentral verwalten, Ladevorgänge eichrechtskonform abrechnen sowie Lastmanagement und Monitoring für den gesamten Standort steuern. Für Ad-hoc-Zahlungen von Besuchern kann das Bezahlterminal ET|Pay eingebunden werden. Je nach Leistungsmodell übernimmt ENERANDO auch Betrieb, Wartung und Support, sodass der Aufwand für das Unternehmen gering bleibt.

FAZIT

Die Bedenken vieler Unternehmen hinsichtlich des Aufwands sind nachvollziehbar – aber lösbar, auch wenn mehrere Nutzergruppen laden sollen.

Wer auf ein leistungsfähiges System und eine fundierte Beratung setzt, kann mit den heute benötigten Ladepunkten starten und weitere Nutzergruppen ergänzen, sobald der Bedarf entsteht.

Über die ENERANDO Technologies GmbH

ENERANDO Technologies mit Sitz in Garching bei München ist Beratungs- und Umsetzungspartner für professionelle Ladeinfrastruktur. Ziel des Unternehmens ist es, Elektromobilität an gewerblichen und gemeinschaftlich genutzten Standorten einfach nutzbar, wirtschaftlich tragfähig und dauerhaft betreibbar zu machen.

ENERANDO verbindet Beratung und technische Planung mit eigener, in Deutschland entwickelter und gefertigter AC-Ladehardware, der herstellerübergreifenden Integration von AC- und DC-Systemen sowie Software für Lastmanagement, Nutzerverwaltung, Abrechnung und Monitoring. Das Unternehmen verantwortet die technische Umsetzung einschließlich Installation und Inbetriebnahme und übernimmt je nach Leistungsmodell auch Betrieb, Wartung und Support.

Die Lösungen richten sich an Unternehmen und Gewerbestandorte, Hotels und Gastronomiebetriebe, die Immobilienwirtschaft einschließlich Hausverwaltungen und Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Betreiber von Flotten und Fuhrparks – vom Pkw über Transporter bis zum E-Lkw und schweren Nutzfahrzeug. Abhängig von den Anforderungen können Projekte als Kauf-, Leasing- oder Betreibermodell realisiert werden. Damit schafft ENERANDO die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen, um die Mobilitäts- und Energiewende an den Standorten seiner Kunden praktisch umzusetzen.

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Schleißheimer Str. 91a
85748 Garching bei München
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