Rund 22 MW Nennleistung hat die Gasturbine des GuD-Kraftwerk Grenzach-Wyhlen auf dem Standort von DSM Nutritional Products: das neue Herzstück der Bestandsanlage – einer Dampfturbine von MAN Diesel & Turbo –, die 2017 unter der Projektierung der E.ON Energy Projects erweitert worden ist.

Die FGH Zertifizierungsgesellschaft hat das hierzu benötigte endgültige Anlagenzertifikat für das von der E.ON Energy Projects projektierte Kraftwerk am 24.05.2019 ausgestellt. Damit darf die von Solar Turbines Switzerland Sagl gelieferte Gasturbine zusammen mit der Dampfturbine von MAN Diesel & Turbo in das 110 kV-Netz der ED Netze einspeisen.

Mehr als 1200 Anlagenzertifikate und -gutachten kann die FGH Zertifizierungsgesellschaft nun vorweisen. Auf dem Weg zu seinem Zertifikat durchlief das GuD-Kraftwerk der Kraftwerk Grenzach-Whylen das Einzelnachweisverfahren (ENV) als Beleg für die Netzanschlusskonformität von Erzeugungsanlagen mit direkt netzgekoppelten Synchrongeneratoren. Seit November 2018 ist dieses Verfahren auch Teil der neuen VDE-Anwendungsrichtlinien. Der ENV-Prozess umfasst dabei: 


  • Entwicklung Simulationsmodell
  • Anlagenzertifikat C (Vorläufiges Anlagenzertifikat)
  • Vermessung, Konformitätsstudie und Modellvalidierung
  • Erweiterte Konformitätserklärung (Entgültiges Anlagenzertifikat)

Das Verfahren findet Anwendung bei Anlagen, in denen eine klassische Fault-Ride-Through (FRT) -Vermessung mit Prüfcontainer aus ökonomischen oder technischen Gründen nicht durchgeführt werden kann und eine Einheitenzertifizierung als Grundlage der Konformitätsbewertung auf Projektebene damit ausscheidet. Durch das Einzelnachweisverfahren wird dennoch eine Zertifizierung der gesamten Erzeugungsanlage auf Projektebene ermöglicht. Das Verfahren ist für Kraftwerke jeder Leistungsklasse anwendbar und insbesondere für projektspezifisch individuell konfigurierte Erzeugungsanlagen mit sehr leistungsstarken Synchrongeneratoren geeignet. Anlagenbetreibern eröffnet sich damit die Möglichkeit einer unabhängigen und rechtssicheren Nachweisführung für ihre Erzeugungsanlage.

Dem Kraftwerk Grenzach-Whylen konnte nach Durchlaufen aller oben genannten Schritte somit die vollständige Erfüllung der technischen Anforderungen des zuständigen Netzbetreibers positiv bescheinigt werden. Dem regulären Dauerbetrieb steht nun nichts mehr im Wege.

Seit Einführung des Einzelnachweisverfahrens im Dezember 2016 durch die FGW e.V. Technische Richtlinie Teil 8 kann die FGH Zertifizierungsgesellschaft bereits auf sieben beauftragte Projekte zurückblicken. Acht vorläufige und endgültige Zertifikate hat der Marktführer bereits ausgestellt. Die Gesamtleistung bislang: 535 MW. Diese weitreichenden Erfahrungen kommen den Kunden zugute. Denn die Aufwände – insbesondere für die Vermessung – können inzwischen viel geringer angesetzt werden. Das Ergebnis: attraktivere Konditionen. Als Marktführer ist die FGH Zertifizierungsgesellschaft kompetenter Begleiter während des gesamten Prozesses, der Modellerstellung, Modellvalidierung, Vermessung und Zertifizierung.

Über die FGH Zertifizierungsgesellschaft mbH

Die FGH Zertifizierungsgesellschaft mbH wurde 2015 als eigenständige Tochtergesellschaft des FGH e.V. ausgegründet. Integriert ist zum einen eine akkreditierte Zertifizierungsstelle für dezentrale Erzeugungsanlagen, -einheiten sowie deren Komponenten sowie ein Prüflabor für qualifizierte Konformitäts- und Typprüfungen. Als weltweit erste akkreditierte Institution ist die eigenständige und unabhängige FGH-Zertifizierungsstelle Marktführer bei der geprüften Netzintegration von dezentralen Erzeugungsanlagen. Zum Angebot gehört neben der Einheiten- und Anlagenzertifizierung gemäß BDEW-Mittelspannungsrichtlinie, Systemdienstleistungsverordnung, TAB-Hochspannung (VDE AR N 4120) und weiterer nationaler und internationaler Grid Codes auch die Zertifizierung von Produkten und Komponenten wie beispielsweise Parkreglern, Netzregelungseinheiten oder leistungselektronisch angebundenen Speichersystemen. Das akkreditierte FGH Prüflabor bietet qualifizierte Konformitäts- und Typprüfungen im Bereich der Schutz- und Leittechnik sowie weitere Messdienstleistungen an. Das Angebot richtet sich dabei sowohl an Hersteller von Erzeugungseinheiten und Geräten der Schutz- und Leittechnik als auch Betreiber von Erzeugungsanlagen.

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