Am 25. April wird in Deutschland seit 1952 jedes Jahr der „Tag des Baumes“ begangen. Waldbesitzer, Verbände und Kommunen machen an diesem Tag mit vielfältigen Aktionen auf die Bedeutung der Bäume und Wälder für unsere Gesellschaft aufmerksam. Durch die Corona-Pandemie ist der Stellenwert des Waldes noch weiter gestiegen, da andere Erholungsmöglichkeiten nur begrenzt verfügbar sind. Die steigenden Besucherzahlen bringen aber auch Probleme mit sich. Die Stiftung Schönau weist zum des „Tag des Baumes“ auf die steigende Vermüllung unserer Wälder hin.

Wälder sind von Müll bedroht

„Fernsehgeräte, Nähmaschinen, Bauschutt. Wir haben schon alles in unseren Stiftungswäldern gefunden“, berichtet Försterin Imke Beck von der Stiftung Schönau  Seit letztem Jahr steige jedoch die Menge des illegal entsorgten Mülls spürbar an. „Immer mehr Waldbesucher werfen vermeintliche Kleinigkeiten wie leere Glasflaschen, Kaffeebecher oder Plastiktüten einfach in den Wald oder lassen sie unachtsam fallen“, beobachtet Beck. Das störe nicht nur die zahlreichen naturliebenden Waldbesucher, die sich sorgsam und verantwortungsvoll zeigen. Für das Ökosystem Wald ist diese Wegwerfmentalität eine ernste Bedrohung. Je nach Material bleibt der Müll mehrere Wochen bis einige tausend Jahre liegen und stört das empfindliche Gleichgewicht im Wald. So benötigt eine handelsübliche PET-Flasche 450 Jahre bis zum vollständigen Abbau, Styropor gar 6.000 Jahre. Beim Zerfall entsteht Mikroplastik, die sich im Meer und in unserer Nahrung wiederfindet. Batterien, Zigarettenkippen und Elektrogeräte vergiften das Grundwasser und bedrohen Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen.

Appell an die Waldbesucher

Um die Waldbesucher auf die Müllproblematik aufmerksam zu machen und zum Handeln anzuregen, startet die Stiftung Schönau deshalb eine Kampagne. Dabei will man den Menschen nicht mit erhobenem Zeigefinger daherkommen. „Wir wollen die Waldbesucher auf das empfindliche Ökosystem Wald aufmerksam machen und an die soziale Verantwortung jedes Einzelnen appellieren“, meint Christine Flicker von der Stiftung Schönau. Dazu sollen Informationsbroschüren erstellt und Hinweistafeln an zentralen Stellen in den Stiftungswäldern aufgestellt werden. Die Botschaften sollen zum Schmunzeln anregen und die Waldbesucher zum Mitmachen animieren. „Kein Müll mehr in der Landschaft, das ist eine schöne Vorstellung. Jeder kann einfach dazu beitragen: den eigenen Müll richtig entsorgen und fremden Müll einsammeln“, wünscht sich Försterin Beck von den Waldbesuchern.

Nachhaltiges Handeln

Die Stiftung Schönau bewirtschaftet insgesamt rund 7.500 Hektar Wald im Odenwald, Schwarzwald sowie im Kraichgau und ist damit die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Die Stiftung sieht sich deshalb in einer besonderen Verantwortung, die naturnah bewirtschafteten und PEFC-zertifizierten Wälder zu erhalten und den Menschen in der Region als Schutz- und Erholungsraum zur Verfügung zu stellen. Jährlich werden über 100.000 Euro in den Erhalt des weitläufigen Wegenetzes investiert. Auf rund 74 Hektar Wald erhält die Stiftung Schönau wertvolle Biotope und verzichtet dafür bewusst auf einen Teil ihrer Erlöse. Die geplante Kampagne zur Müllproblematik im Wald soll ein weiterer Baustein sein, die Stiftungswälder auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.

Wälder sind wertvoll

Die Bedeutung unserer Wälder kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Jeder Baum produziert tagtäglich gute Luft, sauberes Wasser und bindet klimaschädliches Kohlendioxid. Ein Hektar Wald bindet jährlich rund zehn Tonnen CO2  und filtert 50 Tonnen Ruß und Staub aus der Atmosphäre. Die kühle und saubere Luft fließt in unsere Städte und Gemeinden zurück. Niederschläge werden durch Bäume gereinigt und in das Grundwasser geleitet, anstatt nutzlos an der Oberfläche abzufließen. Nicht zuletzt spielen Wälder eine herausragende Rolle für die Freizeit und Gesundheit zahlreicher Menschen. Sie bieten attraktive Ausflugsziele mit Ruhe und vielfältigen Waldeindrücken sowie die Möglichkeit zu zahlreichen sportlichen Aktivitäten.

Über Stiftung Schönau

Die Stiftung Schönau ist ein Immobilienunternehmen mit Sitz in Heidelberg. Aus rund 21.000 Erbbau- und Pachtverträgen, der Vermietung von rund 800 Wohnungen, Investitionen in Immobilienfonds sowie der Bewirtschaftung von 7.600 Hektar Wald erzielt sie Erlöse, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen. Als Unternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden finanziert sie kirchliches Bauen und Pfarrstellen. Darüber hinaus stellt die Stiftung weitere finanzielle Mittel für den landeskirchlichen Haushalt bereit.

Die Stiftung Schönau ist die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Seit 1999 ist ihr Wald PEFC-zertifiziert. Mit ihrem Wald im südlichen Odenwald, dem nördlichen Kraichgau sowie dem mittleren Schwarzwald stellt sie den Menschen wertvollen Naherholungsraum zur Verfügung. Zudem fühlt sich die Stiftung verpflichtet, den Lebensraum Wald zu bewahren und vor allem Kindern und Jugendlichen seine Bedeutung für uns Menschen und unsere Gesellschaft näher zu bringen.

Das Stiftungsvermögen stammt aus dem ehemaligen Kloster Schönau (Odenwald). Seit ihrer Gründung im Jahr 1560 verfolgt die Stiftung die Maxime, ihr Handeln auf Dauer anzulegen und nachhaltig und verantwortungsvoll zu wirtschaften. Mit rund 80 Beschäftigten ist die Stiftung Schönau eine der ältesten Institutionen Heidelbergs.

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