In der ganzen Breite der deutschen Zulieferindustrie verbessert sich laut Ifo-Institut die aktuelle Geschäftslage. Der saisonbereinigte Saldo von positiven und negativen Beurteilungen legt im April um deutliche 13,0 Punkte zu. Diese zehnte aufeinander folgende Verbesserung treibt den Saldo auf einen Wert von 37,3 Punkten. Jeder zweite Zulieferer schätzt die Lage inzwischen als „gut“ ein. Mit dieser positiven Entwicklung nicht schritthalten können dabei die Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Der Saldo bleibt durch die marginale Verschlechterung um 0,3 Punkte auf einem akzeptablen Niveau von 22,8 Punkten. Gleichwohl entfernt sich durch diese Seitwärtsbewegung die Lageeinschätzung von den Erwartungen. Historisch betrachtet ist dies kein Grund zur Sorge. Dass die Erwartungshaltung im Vergleich zur Beurteilung der aktuellen Lage schlechter ausfällt, ist eher die Regel als die Ausnahme. Dennoch bergen Schnittpunkte und die darauffolgenden Entwicklungen von Lagebeurteilung und Erwartungshaltung in der technischen Analyse oft Raum für Interpretationen.

So ist die Stagnation der Erwartungshaltung insbesondere vor dem Hintergrund der Halbleiterproblematik bei den Automobilherstellern zu sehen. Komplexe Fertigungsverfahren und eine ungemindert hohe Nachfrage nach den elektronischen Bauteilen aus verschiedenen Sektoren sorgen nach wie vor für einen erheblichen Engpass am Markt. Dass sich die Produktionsziele der Hersteller für das Jahr 2021 noch aufrechterhalten lassen, ist daher mehr und mehr zu bezweifeln. Zudem haben viele Zulieferer ein Problem mit der Rohstoffversorgung. An den knapper werdenden Rohstoffmärkten sind die benötigten Mengen schwerer zu bekommen und die Preise steigen auf Rekordhöhen. Inwiefern sich die Erwartungshaltung der Zulieferer folglich in den kommenden Wochen abkühlen wird und ob die positive Entwicklung der aktuellen Geschäftslage nachhaltig ist, bleibt vorerst ungewiss.

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab.

Der Chart, mit korrigierten saisonbereinigten Daten, steht zum Download unter www.argez.de zur Verfügung.

Über die ArGeZ:

Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) ist eine Interessengemeinschaft, die rund 9.000 – vornehmlich mittelständisch geprägte – Zulieferunternehmen mit rund einer Million Beschäftigte und einem Umsatzvolumen von 218 Milliarden Euro vertritt. Sie wird getragen von sieben Wirtschaftsverbänden:

  • WirtschaftsVereinigung Metalle e.V., Berlin                                                               | www.wvmetalle.de
  • Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V. (BDG), Düsseldorf             | www.bdguss.de
  • Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V., Düsseldorf                                         | www.aluinfo.de
  • Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk), Frankfurt a.M.   | www.wdk.de
  • Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV), Frankfurt a.M.        | www.tecpart.de
  • WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Düsseldorf/Hagen    | www.wsm-net.de
  • Industrieverband Veredlung-Garne-Gewebe- Technische Textilien, Frankfurt         | www.ivgt.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.argez.de.

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