Kurs Klimaneutralität von Mannheimer Energieunternehmen MVV zahlt sich aus – Bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte mit 278 Millionen Euro – Einsparung von einer Million Tonnen Netto-CO2-Emissionen pro Jahr vorzeitig erreicht – MVVChef Dr. Georg Müller: „Mit unserem Mannheimer Modell erhöhen wir noch einmal die Schlagzahl beim Klimaschutz“

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG (WKN: A0H52F, ISIN: DE000A0H52F5) zeigt mit einem starken Geschäftsjahr 2021 (1. Oktober 2020 – 30. September 2021), dass wirtschaftlicher Erfolg und unternehmerische Stabilität mit Klimaneutralität Hand in Hand gehen können. „Mit unserem integrierten und auf Klimaschutz ausgerichteten Geschäftsmodell sind wir auf dem richtigen Weg“, betonte der MVV-Vorstandsvorsitzende Dr. Georg Müller auf der diesjährigen, erneut nur digital stattfindenden Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens am Dienstag. „Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie sowie herausfordernder
energiewirtschaftlicher und marktlicher Rahmenbedingungen blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr mit dem besten Ergebnis unserer Unternehmensgeschichte zurück.“

Die bereinigten Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Damit hat MVV ihre jüngste Prognose vom August 2021 noch einmal übertroffen. Der Umsatzanstieg resultierte vor allem aus Mengen- und Preiseffekten bei Strom und Gas. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent auf 278 Millionen Euro. Zu diesem Anstieg haben alle operativen Berichtssegmente beigetragen – für Dr. Müller eine Bestätigung für das Geschäftsmodell der MVV-Gruppe und deren Aufstellung über zentrale Wertschöpfungsstufen hinweg. Getragen wurde der Ergebnisanstieg durch die Projektentwicklung bei den 100-prozentigen MVV-Töchtern Juwi und Windwärts, die gegenüber dem Vorjahr kühlere Witterung, die Preisentwicklung an den Energiemärkten sowie die Vollkonsolidierung neu erworbener Unternehmen. Juwi errichtet in Nordgriechenland bis Frühjahr 2022 einen Solarpark mit 204 MW Leistung, der größte in Südosteuropa und gleichzeitig das größte Photovoltaik-Projekt von Juwi. Windwärts konnte das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte erzielen. Demgegenüber wirkte sich das im Vergleich zum Vorjahr geringere Windaufkommen negativ auf das Ergebnis aus.

Das Vorsteuerergebnis (Adjusted EBT) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 53 Millionen auf 234 Millionen Euro. Der bereinigte Jahresüberschuss nach Fremdanteilen verbesserte sich um 46 Millionen Euro und belief sich für das Berichtsjahr auf 150 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 2,28 Euro. „Unser unternehmerischer Erfolg zeigt sich jedoch nicht nur in finanziellen Kennzahlen“, betonte der MVV-Chef. So konnte MVV ihre Beschäftigtenzahl zum Ende des Berichtsjahrs um 210 auf 6.470 erhöhen.

Angesichts des Ergebnisanstiegs im Geschäftsjahr 2021 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine nochmals erhöhte Dividende von 1,05 Euro je Aktie vor, was einer Anhebung um 0,10 Euro je Aktie oder gut 10 Prozent entspricht. Dr. Müller: „Mit dieser Ausschüttung bleiben wir bei der Linie, unsere Anteilseigner an der Ergebnisentwicklung angemessen teilhaben zu lassen.“

Auch im Geschäftsjahr 2022 wird sich MVV in einem herausfordernden Umfeld bewegen. Dafür stehen die Corona-Pandemie ebenso wie volatile Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet MVV gleichwohl damit, das ausgezeichnete Ergebnis von 2021 noch einmal nennenswert übertreffen zu können. Seine Investitionen will das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich steigern.

Investitionen belegen Vorreiterrolle von MVV bei der Energiewende
„Investitionen sind die Grundlage für nachhaltiges, profitables Wachstum und tragen dazu bei, die Energiewende schrittweise und kontinuierlich umzusetzen“, hob Dr. Müller hervor. Dank der Investitions- und Effizienzinitiativen hat MVV mit Abschluss des Geschäftsjahres 2021 ein erstes ihrer Nachhaltigkeitsziele aus dem Jahr 2016 vorzeitig erreicht. So konnte MVV die CO2-Emissionen im Energiesystem um eine Million Tonnen jährlich senken – fünf Jahre vor der ursprünglichen Frist. Für Dr. Müller ist dies ein „klarer Beleg für die Umsetzungsbereitschaft und Umsetzungsfähigkeit der gesamten MVV-Gruppe“. MVV unterstreiche so einmal mehr ihre Vorreiterrolle bei der Energiewende. Das kommt auch in den weiter gesteigerten Erzeugungskapazitäten bei grünem Strom und grüner Wärme zum Ausdruck.

Im Geschäftsjahr 2021 hat MVV erneut über 300 Millionen Euro investiert. Als Paradebeispiel moderner Kreislaufwirtschaft ist im schottischen Dundee die neue Abfallbehandlungsanlage der MVV-Gruppe in Betrieb gegangen. In Deutschland hat MVV ihre Abfallbehandlung in Leuna an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Merseburg angebunden, mit der die Stadtwerke bis zu 50 Prozent ihres Fernwärmebedarfs mit klimafreundlich erzeugter Energie abdecken. In Mannheim und Offenbach investiert MVV in neue Phosphor-Recycling-Anlagen, um im Klärschlamm enthaltenen Phosphor zurückzugewinnen. Auch im Bereich der Vergärung und energetischen Nutzung von Bioabfällen erweitert MVV ihre Kapazitäten und errichtet aktuell eine weitere Anlage in Bernburg in Sachsen-Anhalt. Das erzeugte Bioerdgas wird dabei in das regionale Gasnetz eingespeist.

Außerdem hat MVV mit zusätzlichen Windparks und – erstmals – auch PhotovoltaikFreiflächenanlagen ihr eigenes grünes Erzeugungsportfolio ausgeweitet, zum Beispiel in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus hat Juwi auf der Grundlage eines gemeinsamen Ansatzes mit MVV Trading den ersten Zuschlag in einer Ausschreibung für ein Kombi-Projekt aus „Wind + Speicher“ erhalten, dessen Strom über ein Power Purchase Agreement (PPA) vermarktet wird.

Mit dem „Mannheimer Modell“ eines der ersten klimapositiven Energieunternehmen

Dr. Müller kündigte zudem an, die Schlagzahl beim Klimaschutz noch einmal zu erhöhen: „Die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist eine Schlüsselaufgabe, bei der die Energiewirtschaft als einer der großen Emittenten besonders gefordert ist. Für MVV sind Klimaschutz und Energiewende schon lange Maximen unseres Handelns.“ Nur so können die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreicht und die Erderwärmung auf 1,5 Grad beschränkt werden. Dass die Klimaschutzziele von MVV im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen stehen und zu dessen Einhaltung beitragen, bestätigte im November 2021 auch die renommierte „Science Based Targets Initiative“ (SBTi) nach umfassender wissenschaftlicher Prüfung. MVV ist damit das erste deutsche Energieunternehmen, das nach dem 1,5-Grad-Ziel von SBTi testiert ist.

Mit ihrem Mannheimer Modell will MVV ihren Beitrag für das Erreichen der globalen Aufgabe Klimaneutralität leisten. Dafür setzt MVV auf drei Bausteine: die Wärmewende, die Stromwende sowie grüne Produkte und Lösungen für ihre Kunden. Bis 2040 wird MVV so klimaneutral werden und ab 2040 klimapositiv. MVV wird also der Atmosphäre wieder Treibhausgase entziehen – und so eines der ersten klimapositiven Energieunternehmen in Deutschland werden. Dazu werden die Abfallbehandlungs- und Biomasseanlagen zu CO2-Senken weiterentwickelt.

„Die Wärmewende ist der vielleicht wichtigste Schlüssel für die Energiewende insgesamt“, erklärte der MVV-Vorstandsvorsitzende. Bis 2030 wird MVV daher ihre Fernwärmeversorgung in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar vollständig auf klimafreundliche Energiequellen umstellen – „also von 100 Prozent fossil auf 100 Prozent grün“, so Dr. Müller. Und auch die Stromwende treibt MVV mit dem beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien voran. Außerdem unterstützt MVV ihre Kunden – von Privathaushalten über Gewerbekunden bis hin zu Wirtschaft und Industrie – auf dem Weg zur Klimaneutralität.

„Unser Mannheimer Modell hat das Potenzial, beispielhaft zu werden für viele Städte und Kommunen in Deutschland und in ganz Europa“, so der MVV-Chef.

Klimaneutralität braucht gemeinsame Kraftanstrengung aller Beteiligten

Die Klimakapitel der Koalitionsvereinbarung bewertet MVV grundsätzlich positiv: viel Richtiges, wenig Falsches, ein paar weiße Flecken. An die neue Bundesregierung appellierte Dr. Müller jedoch vor allem mit der Aussage, an die Umsetzung zu denken und deshalb „die noch vorhandenen Bremsen umgehend zu lösen“. So richtig es sei, das Tempo der Transformation zu beschleunigen, so komme es doch weniger auf neue Zielstellungen als vielmehr darauf an, Verfahren zu straffen, Förderinstrumente zur Verfügung zu stellen und die Regulatorik auf den Umbau auszurichten. „Erfolg kann diese Bundesregierung nur haben, wenn sie auch die Mühen der Ebene überwindet.“ Bedauerlich sei, dass die neue Bundesregierung die Rolle der Fernwärme für die schnelle und kostengünstige Dekarbonisierung von dicht besiedelten Räumen nicht ausreichend würdige, hob Dr. Müller hervor. Beim Ausstieg aus der Kohlenutzung dürften moderne KWK-Steinkohlekraftwerke nicht schlechter behandelt werden als Braunkohlemeiler. Auch die Forderung nach mehr Erdgas-Kraftwerken hält MVV für zu pauschal. Das Unternehmen verzichte bewusst auf Übergangslösungen wie den Neubau von Erdgas-Anlagen und überspringe dementsprechend eine fossile Gasphase in der Mannheimer Fernwärme.

„Die gewaltige Herausforderung Klimaneutralität ist nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Beteiligten zu bewältigen. Mit konsequentem Handeln und einer erhöhten Schlagzahl bei der Energiewende werden wir die Herausforderung Klimaschutz weiter tatkräftig angehen“, unterstrich Dr. Müller abschließend.

Über die MVV Energie AG

Mit etwa 6.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 4,1 Milliarden Euro ist MVV eines der führenden Energieunternehmen in Deutschland. Im Zentrum unseres Handelns steht die zuverlässige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energieversorgung unserer Kunden aus Industrie, Gewerbe und Privathaushalten. Dabei besetzen wir alle Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette: von der Energieerzeugung, dem Energiehandel und der Energieverteilung über den Betrieb von Verteilnetzen bis hin zum Vertrieb, dem Umwelt- und dem Energiedienstleistungsgeschäft. Darüber hinaus investieren wir in die Zukunftsfähigkeit unserer Netze, in die Modernisierung unserer Erzeugungsanlagen sowie in innovative grüne Technologien.

Wir sind Vorreiter bei der Energiewende und haben uns mit unserem Mannheimer Modell einem strategischen Weg verpflichtet, mit dem wir bis 2040 klimaneutral und danach als eines der ersten Energieunternehmen Deutschlands klimapositiv werden. Dabei setzen wir konsequent auf die Wärmewende, die Stromwende und den damit verbundenen Ausbau erneuerbarer Energien sowie auf grüne Produkte und Lösungen für unsere Kunden. Mit unseren Klimazielen befinden wir uns auf dem 1,5-Grad-Pfad. Das hat uns die internationale "Science Based Targets Initiative" (SBTi) testiert. Außerdem gehören wir laut der renommierten Ratingagentur ISS weltweit zu den vier besten Energieunternehmen im Bereich Nachhaltigkeit. Bei allem, was wir tun, können wir fest auf die gewachsene Kompetenz und das Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen. Ihnen werden wir auch in Zukunft sichere und attraktive Arbeitsplätze bieten.

MVV ist ein Unternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar, die MVV-Gruppe ist weltweit tätig.

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