Messen ist besser als schätzen – das gilt nicht nur für die Zutaten beim Kochen, sondern auch bei Radioaktivität. Die ist schließlich ständig um uns herum und auch weitaus gefährlicher als zu viel Salz im Essen. Smarte Geigerzähler sorgen für Sicherheit und sind gar nicht so kompliziert zu bauen. Das DIY-Magazin Make zeigt in seiner aktuellen Ausgabe 3/22, was es bei Bausatz, Schaltung und Firmware zu beachten gibt.

Geigerzähler messen radioaktive Strahlung und schlagen Alarm, wenn der Wert zu hoch ist. Wenig überraschend sind sie seit dem Krieg in der Ukraine ein rares Gut. „Strahlung ist unsichtbar“, sagt Make-Redakteur Heinz Behling. „Geigerzähler warnen uns nicht nur vor ihr, sondern zeigen auch an, ob sie auch bei alten Gegenständen im Haus, zum Beispiel Leuchtziffer-Uhren oder Objektiv-Linsen, wirklich harmlos ist.“

Einen Geigerzähler selbst herzustellen ist nicht allzu kompliziert. Der Bausatz lässt sich leicht zusammenbauen, die Schaltung ist ebenfalls recht einfach. Wichtig ist ein Berührungsschutz, da der Geigerzähler mit einer Spannung von etwa 400V arbeitet. Passend zum Bausatz bietet die Make kostenlos das Modell eines Gehäuses für den 3D-Drucker an. Ist die Hardware einsatzbereit, fehlt noch die Firmware. Die ist auf der entsprechenden GitHub-Projektseite verfügbar und muss nur noch kompiliert werden.

Wer mit seinem Geigerzähler noch mehr machen möchte, kann ihn auch ins Smart Home einbinden oder einen sogenannten Multigeiger daraus basteln. Die Idee stammt von der Gruppe Ecocurious, die damit die Messung von Radioaktivität als Citizen Science umsetzen, also Wissenschaft, bei der sich alle Interessierten beteiligen können. Ihr Ziel ist der Aufbau eines Messnetzes mit Stationen in ganz Deutschland.

Für die Redaktionen: Auf Wunsch schicken wir Ihnen gern den Artikel zur Rezension.

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