Laut Statistischem Bundesamt gab es im Juli bundesweit mehr als 2.300 Firmenpleiten – acht Prozent mehr als im Vorjahresmonat und so viele wie seit 13 Jahren nicht mehr im Monat Juli. „Dabei handelt es sich nicht um einen einmaligen Effekt, sondern um den vorläufigen Höhepunkt eines sich verstetigenden Trends“, stellt Elke Döring fest.
In Baden-Württemberg ist die Zahl der Insolventen nach Angaben des Statistischen Landesamts 2025 um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2.706 angestiegen. „Dagegen steigt die Zahl der Unternehmensgründungen an. Aber auch das ist nur ein schwacher Trost. Das wachsende Interesse an der IHK-Gründungsberatung resultiert zum Teil aus wirtschaftlicher Verunsicherung und einer ungewissen Zukunft der Gründungsinteressierten“, so Elke Döring.
Für die IHK-Hauptgeschäftsführerin steht fest, dass die Entwicklung nur gebremst werden kann, wenn die Rahmenbedingungen verbessert werden: „Die Existenz zu vieler Unternehmen hängt am seidenen Faden. Sie schaffen es nur, sich ein solides Fundament aufzubauen, wenn die Arbeits- und Energiekosten wieder bezahlbar werden und die Bürokratie nicht weiter ausufert. Darauf müssen sich Unternehmerinnen und Unternehmer verlassen können. Das können sie aber nicht, weil die Politik die notwendigen Reformen zwar anstößt, aber nicht konsequent umsetzt und so keine nachhaltigen Entlastungen für die Unternehmen schafft.“
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