Was bedeutet Mobilitätswende konkret? Wie können Kommunen und Unternehmen profitieren? Diese Fragen diskutierten über 380 Teilnehmer bei der 2. Mobilitätswende der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) unter dem Titel „Herausforderungen und Chancen der Mobilitätswende für Kommunen und Unternehmen" in Bruchsal.

Reallabor und Konferenz als Ideenpool

„Mobilität ist im Umbruch und alle Beteiligten können sie nur gemeinsam gestalten", ist Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister von Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzender der TRK GmbH, überzeugt, „Es gibt zahlreiche Ansätze, die wir im Moment auf ihre Tauglichkeit im Alltag erproben, so etwa beim Testfeld Autonomes Fahren. Die Konferenz hat gezeigt: Unsere Regionen sind ein Reallabor für die Mobilitätswende mit vielen Ideen und unbegrenzten Möglichkeiten."


Dies bestätigt auch Mohamed Mezghani, Generalsekretär der UITP (Internationaler Verband für das öffentliche Verkehrswesen): "Der Verkehr in den Städten ist an einem Wendepunkt. Die Nachfrage nach Mobilität wächst weltweit und die zunehmende Digitalisierung bietet neue Mobilitätslösungen, um einfacher von Tür zu Tür zu kommen. Damit dies jedoch auf nachhaltige Weise geschieht, muss der öffentliche Nahverkehr das Rückgrat bleiben, ergänzt durch bedarfsgesteuerte gemeinsame Dienste, ohne dabei Fußgänger und Radfahrer zu vergessen. In diesem Sinne ist die TechnologieRegion Karlsruhe mit ihrem Technologiecluster, in dem führende Organisationen zusammenkommen und zukunftsweisende Mobilitätsprojekte umsetzen, an der Spitze der Innovation in der urbanen Mobilität. Die UITP ist stolz darauf, eine so enge Beziehung und enge Zusammenarbeit mit den Stakeholdern in Karlsruhe zu haben."

Nicht nur der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird vor Herausforderungen gestellt, auch die Unternehmen machen sich Gedanken: „Die Metropolregion Rhein-Neckar hat eine Exportquote von rund 60 Prozent und viele tausend Arbeitnehmer, die täglich zwischen zuhause und Arbeitsplatz pendeln. Eine funktionierende und zukunftsorientierte Verkehrsinfrastruktur ist daher für die regionale Wirtschaft von entscheidender Bedeutung", sagt Michael Heinz, Vorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und Mitglied des Vorstands der BASF SE. „Verbesserungsmöglichkeiten für unsere Güterlogistik und unseren Personenverkehr zu suchen, ist für uns Unternehmen also eine Daueraufgabe. Der weit überwiegende Teil dieser Verkehre findet aber im öffentlichen Raum statt. Daher brauchen wir die enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und auch Wissenschaft, damit die Mobilitätswende nicht nur in klugen Köpfen theoretisch stattfindet, sondern für uns alle gelebte Praxis wird."

Mobilitätswende ist Kommunikation und Investition für Kommunen

Cornelia Petzold-Schick, Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal betonte: „Die Mobilitätswende ist eine Kommunikations- und Investitionsaufgabe für die Kommunen. Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern die Chancen näherbringen, die ihnen der E-Mobilitätsbereich bietet, und dafür sorgen, dass die nötige Infrastruktur von ausreichend Ladesäulen bis zu den Netzkapazitäten zur Verfügung steht. In der Wirtschaftsregion Bruchsal sind wir mit dem Projekt ‚zeozweifrei unterwegs‘ auf einem guten Weg. Zudem bemühen wir uns um ein zukunftsfähiges Radverkehrskonzept und die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs."

Auf die neuen Möglichkeiten der Mobilität gingen auch verschieden Impulse zu Beginn der Konferenz ein: Andreas Sujata, der mit dem StreetScooter für die Deutsche Post große Aufmerksamkeit erregte, Prof. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamtes Karlsruhe, zum Thema Städtische Mobilität sowie Wim van der Wijk, niederländischer Spezialist für die Transformation des Verkehrs vom Auto zum Fahrrad.

Mobilität sicherstellen – neue Geschäftsmodelle als Chance

„Längst geht die Diskussion nicht mehr darum, ein Auto zu besitzen, sondern darum zuverlässige Mobilität einzukaufen, um von einem Ort zum anderen zu kommen", erläutert Bernd Kappenstein, Fachbereichsleiter Energie & Mobilität der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, eine der zentralen Herausforderungen, die immer wieder auf der Konferenz zu hören war und in verschiedenen Facetten diskutiert wurde.

„Mit dem Programm der Regionalkonferenz ist es gelungen, regionale Kompetenz aus der Metropolregion wie auch aus der TechnologieRegion zu bündeln und diese mit internationalen Beiträgen zu verknüpfen", bilanziert Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, „Diese Konferenz hat ein deutliches Signal gesetzt, dass die Mobilitätswende eine große Chance für unsere Regionen ist. Auch ist es gelungen,

Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen zu vernetzen und in Austausch zu bringen. Nicht zuletzt können aus der Wende neue Geschäftsmodelle sowie Unternehmensgründungen entstehen und so neue Märkte für die Wirtschaft erschlossen werden."

Die interessierte Öffentlichkeit hatte ebenfalls die Möglichkeit durch die Ausstellung „Tag der nachhaltigen Mobilität" auf dem Bruchsaler Marktplatz in unmittelbarer Nähe zur Konferenz sich selbst ein Bild von der Mobilität von morgen zu machen und diese auch auszuprobieren.

Die 3. Mobilitätskonferenz beider Regionen ist am 14. Mai 2019 in Ludwigshafen geplant.

Hintergrund

Die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) kooperieren seit vielen Jahren eng und stellen sich gemeinsam den Herausforderungen und Chancen von Regionen vor dem Hintergrund des technologischen und gesellschaftlichen Wandels.

Mit der Regionalkonferenz Mobilitätswende wurde ein Veranstaltungsformat etabliert, das jährlich wechselnd in der MRN und der TRK stattfindet.

Das gesamte Programm der Regionalkonferenz finden Sie hier: www.trk.de/mobilitaet

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