Die Sommermonate sorgten in Südbaden nicht nur für Rekordtemperaturen, sondern auch für eine heiße Phase der Handwerks-Konjunktur im Kammerbezirk Freiburg. Laut der vierteljährlichen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Freiburg meldeten die Betriebe positive Entwicklungen bei Aufträgen, Umsatz und Auslastung. Im Gegensatz zu den abgeschwächten Wachstumsprognosen des IWF für Deutschland sehen die südbadischen Handwerker in den nächsten Monaten keine Konjunktureintrübung.

Die große Mehrheit der befragten Handwerker ist weiterhin mit ihrer Geschäftslage zufrieden. 81,0 Prozent der Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage als gut. Lediglich 2,1 Prozent vergaben schlechte Noten. Hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung bleiben die Handwerker in der Region optimistisch: 70,6 Prozent rechnen damit, dass die derzeit gute Geschäftslage auch in den nächsten Monaten stabil bleibt. Von einer weiteren Verbesserung gehen derzeit sogar 27,1 Prozent der Befragten aus.

Positive Auftragsentwicklung


Die Auftragsentwicklung der südbadischen Handwerksbetriebe war auch im dritten Quartal äußerst positiv. Jeder dritte Befragte (34,3 Prozent) meldete vollere Auftragsbücher, nur 10,8 Prozent meldeten weniger Auftragseingänge in den letzten Wochen. Für das nächste Quartal rechnen derzeit 35,1 Prozent der südbadischen Handwerksunternehmen mit einem Auftragsplus. Ein Auftragsminus halten 7,7 Prozent für wahrscheinlich.

Kapazitätsauslastung weiter auf hohem Niveau

Dank der guten Auftragslage bleibt auch die Kapazitätsauslastung der Handwerksfirmen im Kammerbezirk auf hohem Niveau: Die Hälfte der Befragten (49,6 Prozent) meldete in den vergangenen drei Monaten eine nahezu 100-prozentige Auslastung. Der Anteil der Betriebe, die sogar über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus produzieren konnten, lag bei 16,2 Prozent. Lediglich 6,1 Prozent der befragten Handwerker meldeten nennenswerte Kapazitätsfreiräume.

Umsätze legen zu

Bei den Umsätzen konnte das südbadische Handwerk im dritten Quartal 2018 insgesamt weiter zulegen. Jeder dritte Handwerker (34,4 Prozent) verbuchte in den letzten Wochen ein Umsatzplus. Ein Umsatzminus stand dagegen bei rund jedem siebten Befragten in den Büchern (13,9 Prozent). Die befragten Handwerker rechnen damit, dass sich diese Entwicklung auch in den kommenden Wochen fortsetzt. Auf höhere Umsätze in den nächsten Monaten stellen sich derzeit 41,7 Prozent der Befragten ein. Mit Sorge schauen lediglich 10,3 Prozent der südbadischen Handwerksfirmen auf ihre künftige Umsatzlage.

Investitionen

Die südbadischen Handwerker investieren dabei weiterhin in ihre Betriebe. So haben im dritten Quartal 2018 zwei von drei Handwerkern (64,7 Prozent) ihr Investitionsvolumen beibehalten. Jeder fünfte Befragte hat seine Investitionssumme sogar erhöht (20,0 Prozent). In den kommenden Wochen wollen knapp drei Viertel der Betriebe (72,2 Prozent) ihre Investitionssumme konstant halten. Über eine Erhöhung ihres Investitionsbudgets denken derzeit 16,7 Prozent der Befragten nach.

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