Die sequentielle Verbesserung der operativen Geschäftsentwicklung der Leoni AG, Nürnberg (ISIN DE 0005408884 / WKN 540888) nach dem Covid-19-bedingten Einbruch in der ersten Jahreshälfte des abgelaufenen Geschäftsjahrs hat sich auch im außerordentlich starken vierten Quartal 2020 fortgesetzt. Das EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten wird im Schlussquartal 2020 bei rund 63 Mio. Euro (Gesamtjahr 2020: rund -57 Mio. Euro) und der Free Cashflow bei rund 126 Mio. Euro (Gesamtjahr 2020: rund -53 Mio. Euro) erwartet – beide liegen damit deutlich über dem aktuellen Analystenkonsensus. Gleichzeitig werden unter Berücksichtigung strategischer Entscheidungen für die Division Wire & Cable Solutions (WCS) sowie der im Zeichen der Covid-19-Pandemie heute erneut vom Vorstand diskutierten Mittelfristplanung im vierten Quartal 2020 Rückstellungen und sonstige Sondereffekte sowie VALUE 21 Kosten in Höhe von rund 134 Mio. Euro erfasst.

Insgesamt erwartet der Vorstand für das vierte Quartal 2020 derzeit auf Basis von vorläufigen, nicht geprüften Zahlen einen Umsatz in Höhe von rund 1,27 Mrd. Euro (Q4 2019: 1,18 Mrd. Euro) und eine Fortsetzung der sequentiellen operativen Ergebnisverbesserung und damit ein EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten in Höhe von rund 63 Mio. Euro (Q4 2019: -16 Mio. Euro) und einen positiven Free Cashflow in Höhe von ungefähr 126 Mio. Euro (Q4 2019: 84 Mio. Euro).


Das berichtete EBIT im vierten Quartal beinhaltet Sondereffekte sowie VALUE 21-Kosten in Höhe von insgesamt rund 134 Mio. Euro (Q4 2019: 145 Mio. Euro) und wird nach derzeitigem Stand in einer Größenordnung von rund -71 Mio. Euro (Q4 2019: -162 Mio. Euro) erwartet.

Zu den Sondereffekten im vierten Quartal 2020 zählen Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von rund 25 Mio. Euro in Zusammenhang mit strategischen Entscheidungen in der Division Wire & Cable Solutions (WCS). Diese betreffen im Wesentlichen die angekündigte Schließung und den angestrebten Teilverkauf des Geschäftes am Standort Stolberg.

Des Weiteren werden Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Leoni Schweiz AG in der WCS um rund 38 Mio. Euro abgewertet. Mit dem Closing wird es zu einer Realisierung aufgelaufener Währungseffekte kommen, welche den negativen Effekt nahezu vollständig kompensieren werden.

Trotz der schrittweisen Erholung in vielen Märkten erwartet Leoni, dass insbesondere die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie die Volumina einzelner Projekte auch noch mittelfristig belasten werden. Deshalb erhöht der Vorstand zum Abschluss des vierten Quartals 2020 die Rückstellungen für künftig erwartete Verluste aus bestehenden Aufträgen (Drohverluste) in der Wiring Systems Division (WSD) um rund 39 Mio. Euro. Diese können über einen mehrjährigen Zeitraum liquiditätswirksam werden.

Für das Geschäftsjahr 2021 geht der Vorstand aufgrund einer erwarteten Fortsetzung der Nachfrageerholung und des Hochlaufs neuer Bordnetzprojekte in seiner aktuellen Planung auf Basis des bestehenden Unternehmensportfolio von einer Erholung der Umsätze und einer damit verbundenen Ergebnisverbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 aus. Diese Erwartung beruht auf der Annahme, dass es zu keinen wesentlichen Auswirkungen infolge möglicher Produktionsunterbrechungen durch die Covid- 19-Pandemie oder durch Engpässe in den globalen Lieferketten kommen wird. Hinsichtlich derartiger Engpässe bestehen aktuell erhöhte Risiken, insbesondere mit Blick auf die Verfügbarkeit von kritischen Bauteilen.

Die Maßnahmen aus VALUE 21 als Kernelement des im Frühjahr 2020 verabschiedeten Sanierungskonzepts sowie die Trennung von der Division WCS werden konsequent umgesetzt. Der Vorstand ist weiterhin zuversichtlich, dass dadurch das Geschäft nachhaltig stabilisiert, die Leistung und Effizienz weiter verbessert werden können und die Durchfinanzierung bis Ende 2022 gesichert ist. Der Vorstand prüft jedoch weiterhin regelmäßig alle Optionen zur Vorbereitung auf etwaige künftige Abweichungen vom Sanierungskonzept sowie zur weiteren Stärkung der langfristigen Refinanzierungsfähigkeit des Unternehmens. Abweichungen vom Sanierungskonzept können sich insbesondere durch weitere unvorhergesehene Entwicklungen, vor allem im Zusammenhang mit den Unwägbarkeiten der Covid-19-Pandemie und der durch die Pandemie geänderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben.

Den vollständigen Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht die Leoni AG am 17. März 2021.

Diese Mitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Leoni AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance von Leoni wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Leoni übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben oder an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. Erläuterungen und Überleitungen zu verwendeten Finanzkennzahlen finden sich im Geschäftsbericht 2019 der Leoni AG (abrufbar unter https://publications.leoni.com/… chaeftsbericht_2019.pdf?158555210), insbesondere auf den Seiten 43, 47, 53, 108 und 137f.

 

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