Riesige Mobilkräne mit bis zu 700 Tonnen Tragkraft benötigen schwere Kontergewichte, die auf Schwerlastaufliegern zur jeweiligen Baustelle transportiert werden: „Je nach Krangröße und Einsatz brauchen wir zwischen 3 und 180 Tonnen Ballast“, sagt Stephan Burkhardt, Prokurist und Leiter Operations beim Kran-Dienstleister SCHOLPP. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart ist seit 30 Jahren Fliegl-Kunde und hat kürzlich fünf neue Auflieger bestellt. Die beiden 3-Achser und drei 4-Achser bieten eine hohe Nutzlast von 34.400 beziehungsweise 46.900 Kilogramm. Damit sind weniger Fahrten nötig.

Kranballast als Ladung bedeutet hohes Gewicht auf kleiner Fläche. Ein 30 Millimeter starker Hartholzboden mit längs dazwischen verlegten Stahleinlagen, sogenannten Omega-Profilen, ermöglicht sehr hohe Punktlasten: Der darunterliegende Rahmen ist verstärkt und ermöglicht eine Punktlast von 15 Tonnen bei gleichmäßiger Auflage auf 3 Meter Länge.


Damit die Ladung dortbleibt, wo sie hingehört, verbaut Fliegl bei beiden Fahrzeugvarianten dutzende Zurrpunkte, die sich über den gesamten Trailer verteilen: 20 Zurrringe mit je 5 Tonnen Zugkraft sowie weitere 20 Zurrpilze mit je 10 Tonnen Zugkraft sind es beim 3-Achser. Der 4-Achser bietet jeweils 26 Zurrpunkte, die im Außenrahmen eingelassen sind. Zudem sind beide Varianten mit zwei Querrungensteckleisten im Ladeboden ausgestattet, die über die gesamte Fahrzeugbreite reichen. In die 20 mm starken Rundstahlleisten können beispielsweise Ketten eingehakt werden.

Beide Trailer-Varianten bieten zudem Verriegelungen für 20- und 30-Fuß-Container; ebenfalls bei beiden Fahrzeugen montiert sind Staufächer für die feuerverzinkten Steckrungen, von denen der 3-Achser 18 und der 4-Achser 20 Stück an Bord hat. Die 1 Meter hohe Stirnwand aus Stahlprofilen ist mit zwei zusätzlichen Mittelstützen verstärkt.

„Auf vielen Baustellen geht es beengt zu. Daher haben wir uns für die Lenkachsen entschieden, damit die Trailer ohne viel Rangieren dicht an den Kran heranfahren können“, berichtet Stephan Burkhardt von SCHOLPP. Beim 3-Achser ist die letzte Achse nachlaufgelenkt, eine automatische Rückfahrsperre wird über das Rückfahrlicht aktiviert oder manuell am Zugfahrzeug über einen Handknopf. Die letzten beiden Achsen des 4-Achsers werden über einen Umlenkkeil und Schubstangen mechanisch zwangsgelenkt. „Wir haben die Schubstangentechnik gemeinsam mit Fliegl entwickelt, weil wir ein möglichst einfaches und robustes System ohne Hydraulik wollten“, sagt Burkhardt.

Ein Absatteln auch unter Last erlaubt die Zweigang-Stützwinde mit 24 Tonnen Tragkraft; zur besseren Lastverteilung dienen Stützfußplatten, deren Halter jeweils rechts und links nahe der Winde angebracht sind. Beide Trailer rollen auf Scheibenbremsachsen; beim 3-Achser wurde der Achsabstand verlängert, um im Kombiverkehr mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 44 Tonnen unterwegs sein zu können. Bei beiden Aufliegern ist die 1. Achse als automatische Liftachse ausgeführt, inklusive Zwangsabsenkung und Anfahrhilfe. Bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h und einer Achslastüberschreitung von 30 % lässt sich die Achse anheben (auch vom Lkw aus bedienbar) und so mehr Gewicht auf die Sattelplatte verlagern – das sorgt für mehr Traktion der Antriebsachsen. Um bei wechselnden Frachten nicht versehentlich überladen zu sein, hat der Fahrer dank Wabco SmartBoard über den EBS-Canbus die Achslasten im Blick, zusätzlich auch weitere Informationen wie Kilometerleistung und Diagnose-/Systemmeldungen.

Alles an den Fahrzeugen ist auf schwere Lasten und entsprechend robust ausgelegt. Da wundert es nicht, dass SCHOLPP auch großen Wert auf eine hochwerte Versiegelung des Stahlrahmens legt: Dieser ist Flammspritzverzinkt, ein spezieller Arbeitsschritt, bei dem das Zink nicht durch ein Tauchbad auf den Rahmen aufgebracht wird, sondern per Hand mithilfe einer Flammspritzpistole. „Anschließend wird der Rahmen grundiert, leicht geschliffen, nochmal grundiert und schließlich lackiert. Der Aufwand ist groß, aber die Haltbarkeit zahlt sich aus“, erklärt Fahrzeugbauer Helmut Fliegl. In der Tat: 20 Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung sind ein Wort. Auch in der Praxis sind die Trailer bei SCHOLPP zwischen 10 und 20 Jahre im Einsatz, berichtet SCHOLPP-Prokurist Burkhardt. Mit den drei Neufahrzeugen betreibt SCHOLPP nun insgesamt neun 4-Achs-Trailer von Fliegl.

Beim Handling mit schweren Lasten ist Sicherheit oberstes Gebot, das gilt auch für die Fahrzeuge. Neben der LED-Rundumleuchte am Heck gehören auch 4 beleuchtete Warntafeln zur Ausstattung, sie lassen sich auf eine Breite von 3 Metern ausziehen, zudem befindet sich an jeder Warntafel ein Rundumleuchtenhalter. Zwei LED-Arbeitsscheinwerfer am Heck sowie ein weiterer jeweils rechts und links in Höhe der Stützfüße sorgen für sicheres Arbeiten und Rangieren. Konturmarkierungen mit Reflexionsstreifen seitlich und hinten, Warnaufkleber an der Stirnwand sowie zwei Nachtparktafeln runden das Sicherheitspaket ab.

SCHOLPP setzt ausschließlich auf Actros- bzw. Arocs-Zugmaschinen. Bei Abholung mit der entsprechenden Zugmaschine wird gleich im Fliegl-Werk in Triptis ein Gesamtzuggutachten erstellt, mit dem die für Schwertransporte nötigen Ausnahmegenehmigungen nach § 70 StVZO beantragt werden können.

Das Wichtigste auf einen Blick

Dreiachs-Sattelauflieger SDS 420

– Nutzlast 27.400/34.400 Kilogramm
– Pritschenlänge 10.000 Millimeter
– Verstärkter Rahmen für 15 Tonnen Punktlast
– Hartholzboden mit Omega-Profilen
– Rahmen Flammspritzverzinkt, 20 Jahre Gewährleistung
– Zwei Querrungensteckleisten sowie diverse Zurrpunkte
– Versetzter Achsabstand für Kombiverkehr und 44 Tonnen zul.GG.
– 1. Achse automatische Liftachse, letzte Achse nachlaufgelenkt
– Achslasterkennung über EBS-Canbus/Wabco SmartBoard

Vierachs-Sattelauflieger SVS 570

– Nutzlast 40.400/46.900 Kilogramm
– Pritschenlänge 12.800 Millimeter
– Hartholzboden mit Omega-Profilen
– 1. Achse automatische Liftachse inkl. Zwangsabsenkung und Anfahrhilfe; C- und D-Achse mechanisch zwangsgelenkt über Schubstangen
– Achslasterkennung über EBS-Canbus/Wabco SmartBoard
– Rahmen Flammspritzverzinkt, 20 Jahre Gewährleistung
– Zwei Querrungensteckleisten sowie diverse Zurrpunkte

Über die Fliegl Fahrzeugbau GmbH

Das Unternehmen wurde 1991 von Helmut Fliegl in Triptis/Thüringen gegründet. Auf dem Gelände eines ehemaligen landwirtschaftlichen Instandsetzungswerkes für Achsen und Lenkungen hat sich mittlerweile einer der größten Serienhersteller von Nutzfahrzeugen in Europa entwickelt. Im Jahr 2005 wurde mit der Eröffnung von "Werk II" eine der modernsten Produktionsstätten für Planensattelauflieger, Containerchassis und Sattelkipper in Dienst gestellt. Die Produktkapazität in Werk II – in Verbindung mit äußerst geringen Produktionszeiten – garantiert, das Fliegl als Großserienhersteller seine Produkte europaweit erfolgreich vermarkten kann. Gleichzeitig stellen die modernen Produktionsanlagen in "Werk I" sicher, dass auch der Sonderfahrzeugbau oder auftragsbezogene Individualanfertigungen weiterhin zuverlässig hergestellt werden. Dem gesamten Unternehmen liegt eine nachhaltige Produktphilosophie zugrunde. Strom wird über Photovoltaik und ein Blockheizkraftwerk erzeugt, die Überschüsse werden in das öffentliche Netz eingespeist. Dank dieser und vieler weiterer Maßnahmen – Energieeffizienz in der Lackierung, komplette LED-Beleuchtung, Einsatz von Rekuperation im Hochregallager – wurde das Unternehmen schon 2016 mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Das komplette Angebot der Fliegl Fahrzeugbau GmbH ist rund um die Uhr online unter https://www.fliegl-fahrzeugbau.de verfügbar.

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