• Umsatzprognose mit Umsatzanstieg von 15,5% übertroffen
  • EBIT im Kerngeschäft mit 78,4 Mio. € sehr profitabel
  • Biotest lädt zur virtuellen Hauptversammlung am 11. Mai 2021 ein

Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete die Biotest Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 484,2 Mio. € nach 419,1 Mio. € im Jahr zuvor. Das entspricht einem Umsatzanstieg von 15,5 %.

Trotz der anhaltenden Corona-Krise entwickelte sich der Umsatz von Biotest im Therapiesegment mit einer zweistelligen Wachstumsrate sehr positiv. Dieses Wachstums wurde in wesentlichen Absatzmärkten aufgrund der positiven Umsatz-entwicklung der Hauptprodukte Immunglobulin und Albumin erzielt.


Das EBIT belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf -1,3 Mio. € nach -1,2 Mio. € im Vorjahr.

Das Kerngeschäft der Biotest Gruppe (bereinigtes EBIT) ist mit 78,4 Mio. € deutlich positiv.

Für die Biotest Gruppe liegt das Ergebnis vor Steuern (EBT) bei -30,0 Mio. € nach
-1,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Das Ergebnis nach Steuern der Biotest Gruppe lag für das Geschäftsjahr 2020 bei
-31,4 Mio. € nach -4,7 Mio. € im Jahr 2019. Dadurch ergibt sich ein Ergebnis je Stammaktie von -0,80 € nach -0,13 € im Vorjahr.

Drei Aktivitäten gegen COVID-19-Infektion:

Mit drei Projekten arbeitet die Biotest Gruppe an einem Beitrag zur Lösung der Corona-Krise

1. Aufgrund der großen Ähnlichkeit des Krankheitsbildes zu den in der Phase II CIGMA-Studie behandelten Patienten sieht Biotest bei Trimodulin ein erhebliches Potenzial auch für Patienten mit schwerer Lungenentzündung durch eine COVID-19-Infektion. Es wurde eine Phase II-Studie (ESsCOVID – Escape from severe COVID-19) mit COVID-19-Patienten aufgesetzt, um die Entwicklung von Trimodulin im Hinblick auf die aktuelle COVID-19-Pandemie zu beschleunigen. Die Patientenrekrutierung für die Studie begann im Oktober 2020 und läuft aktuell noch.

2. Im Rahmen der Beteiligung von Biotest an der CoVIg-19 Plasma Alliance zusammen mit anderen pharmazeutischen Herstellern von Plasmapräparaten hat Biotest aus dem Plasma von Spendern mit Antikörpern gegen das neue Coronavirus ein neues Hyperimmunglobulin hergestellt. Für 2021 ist geplant, im Rahmen der Entwicklungstätigkeiten der Allianz eine Zulassung des neuen Präparats in Europa anzustreben.

3. Die ungarische Tochtergesellschaft der Biotest AG wurde exklusiv von der nationalen ungarischen Gesundheitsinitiative beauftragt, Plasma von geheilten COVID-19-Patienten zu sammeln, um dieses mit hohem Antikörper-Gehalt versehene Plasma direkt therapeutisch bei schwer erkrankten Patienten einzusetzen.

Ausblick 2021:
Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Ergebnis wird im Jahr 2021 von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Neben den erwarteten Belastungen aus dem Expansionsprojekt Biotest Next Level in Höhe von -75 bis -85 Mio. €, inklusive der zugehörigen Forschungs- und Entwicklungskosten, könnten sich die angespannte Lage in den Krisenregionen insbesondere im Nahen Osten und Asien sowie die weltweiten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bemerkbar machen. Aufgrund der vorgenannten Einflussfaktoren geht der Vorstand von einem EBIT von -5 bis -10 Mio. € aus. Für das um Ergebnisbelastungen aus dem Projekt Biotest Next Level bereinigte EBIT geht der Vorstand von einem Betrag zwischen 65 und 80 Mio. € aus.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 wurde unter der Annahme aufgestellt, dass die Ausbreitung des Coronavirus keine weiteren wesentlichen negativen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Biotest hat. Die derzeit vorherrschende hohe Unsicherheit bezüglich weiterer etwaiger wirtschaftlicher Folgen begrenzt jedoch die Sicherheit der Planannahmen.

Der Geschäftsbericht 2020 ist auf der Internetseite des Unternehmens unter
http://www.biotest.com/de/de/investor_relations/news_und_publikationen_/publikationen/praesentationen_und_analysten_.cfm abrufbar.
Dort wird am 31.März 2021 ebenfalls die Präsentation zur Telefonkonferenz für Analysten und Journalisten zum Download zur Verfügung stehen.

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