Als Bundeskanzler Olaf Scholz am 4. November 2022 seinen aufgrund der Corona-Pandemie lange aufgeschobenen Antrittsbesuch in Peking absolvierte, standen es neben politischen Themen vor allen Dingen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und dem langjährigen Handelspartner China auf der Tagesordnung. Entsprechend gingen Präsident XI Jinping und Kanzler Scholz in ihrem Pressestatement neben der aktuellen Weltpolitik ausdrücklich auch auf die Entwicklung dieser Partnerschaft ein und betonten den Wunsch diese langfristig zu pflegen und auszubauen. Klar ist beiden Seiten, dass auch politische Differenzen den für beide Seiten wichtigen Wirtschaftsbeziehungen nicht im Wege stehen sollten.

„Insofern ist es gut, dass wir hier einen ganz intensiven Austausch über alle Fragen haben werden, die wir miteinander besprechen wollen und können, auch, was unsere bilateralen Beziehungen und die Möglichkeiten betrifft, die wirtschaftlichen Beziehungen weiterzuentwickeln, selbstverständlich auch die Fragen, in denen wir unterschiedliche Perspektiven verfolgen“1, betonte Olaf Scholz in diesem Sinne in der gemeinsamen Pressekonferenz.

Für Deutschland ist China seit vielen Jahren der weltweit wichtigste Handelspartner. Umgekehrt repräsentiert Deutschland Chinas wichtigsten Markt in Europa. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte im Jahr 2021 einen neuen Rekordstand von rund 245 Mrd. Euro. Im Bereich deutscher Importe aus China stehen hierbei vor allen Dingen Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse, Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile sowie chemische Erzeugnisse auf der Einkaufsliste.

Das Thema chinesische Software spielt dagegen im Bereich der Importe bisher eine weniger exponierte Rolle. Laut Umfragen unter deutschen Unternehmen, importieren diese digitale Technologien und Leistungen vorrangig von den europäischen Nachbarn oder aus den USA. Im Rahmen des erhofften Ausbaus der deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen wollen nun auch chinesische Softwarehersteller verstärkt daran arbeiten, ihre Produkte für den deutschen Markt zu optimieren und Unternehmen von deren Vorteilen gegenüber etablierten Systemen überzeugen.

Auch im für Industrie und Handwerk besonders wichtigen Bereich der Erzeugung digitaler Konstruktionsmodelle setzt Deutschland bisher auf Software aus den USA: Gemessen an ihren Nutzern ist AutoCAD, vom US-amerikanischen Softwarehersteller Autodesk, die aktuell verbreitetste Lösung.

Bereits seit 2009 bietet der der 1998 gegründete chinesische Anbieter von Engineering-Software ZWSOFT seine CAD-Plattform ZWCAD als eine von insgesamt 15 Sprachversionen auch in deutscher Sprache für den deutschen Markt an. Mit rund 900.000 Nutzern in mehr als 90 Ländern arbeitet ZWSOFT intensiv daran, die 2002 erstmals vorgestellte CAD-Software international zu etablieren.

In seiner Heimat dokumentiert ZWSOFT den Erfolg der Weiterentwicklung der Technologie nicht zuletzt mit der Börsennotierung als einziger Anbieter einer eigenen CAD-Plattform. Die Verbreitung im deutschen und in weiteren internationalen Märkten soll ZWCAD vor allen Dingen die vollständige Kompatibilität zum gängigen DWG-Format ebnen. Nutzern verbreiteter Systeme wie AutoCAD wird ein Wechsel damit ohne Probleme ermöglicht. Darüber hinaus setzt ZWSOFT mit ZWCAD auf hohe Interoperabilität und unbefristete Lizenzen.

Neben der 2D-CAD-Plattform ZWCAD bietet ZWSOFT mit ZW3D eine integrierte CAD/CAM Lösung für komplette Produkt-Entstehungsprozesse mit verschiedenen Modulen für unterschiedliche Anwendungsbereiche von der Programmierung von Werkzeugpfaden im Bereich Drehen, Fräsen, Bohren, bis hin zum FEA-Modul zur Simulation und Analyse struktureller Leistung und Konstruktionsrationalität im Rahmen der digitalen Produktentwicklung. 

Quellen:

1 https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/pressestatements-von-bundeskanzler-scholz-und-praesident-xi-jinping-am-4-november-2022-in-peking-2139834

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