• – Herausforderndes Geschäftsjahr 2022 mit deutlichem Wachstum
  • – 48 % des Nettoumsatzes unabhängig vom Pkw-Verbrenner
  • – EBIT vor Sondereffekten bei 26,6 Mio. Euro; externe Einflüsse belasten Ergebnis
  • – 2023 mit Investitionen in Zukunftstechnologien und klarem Transformationskurs

In einem von wirtschaftlichen Herausforderungen geprägten Geschäftsjahr 2022 treibt die Eberspächer Gruppe die Transformation weiter voran. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Nettoumsatz von 2,7 Mrd. Euro, ein Zuwachs um 19,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Externe Einflüsse belasteten die Profitabilität, wie in der gesamten Automobilzulieferbranche, auch bei Eberspächer deutlich. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 26,6 Mio. Euro. Im aktuellen Jahr setzt der Automobilzulieferer seinen Transformationskurs mit gut gefüllten Auftragsbüchern, Investitionen und zertifizierten Nachhaltigkeitsaktivitäten fort.

2022 war für die Eberspächer Gruppe ein schwieriges Jahr. Nachwirkungen des Cyber-Angriffs, die Einflüsse des Ukraine-Krieges, andauernder Halbleitermangel und Störungen der Lieferketten sowie weltweit steigende Inflationsraten erforderten schnelle Anpassungsfähigkeit. „Unsere Produkte waren stark nachgefragt und wir verzeichneten ein zweistelliges prozentuales Wachstum unseres Netto-Umsatzes. Im Zusammenspiel mit den vielfältigen Herausforderungen, insbesondere stark steigender Kosten für Material und Energie, führte dies allerdings zu einem negativen Ergebnis. Damit können wir unter dem Strich nicht zufrieden sein“, erläutert der Geschäftsführende Gesellschafter Martin Peters das Geschäftsjahr. Die Unternehmensgruppe schloss das Jahr mit einem Nettoumsatz von 2,7 Mrd. Euro (Vj. 2,3 Mrd. Euro, +19,9 %) ab. Der Bruttoumsatz erhöhte sich auf 6,4 Mrd. Euro (Vj. 6,0 Mrd. Euro, +7,3 %). Der schwächere Anstieg ist auf gesunkene Rohstoffpreise für Monolithe zurückzuführen, die in Abgassystemen verbaut sind und lediglich durchlaufende Posten darstellen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich deutlich auf 187,7 Mio. Euro (Vj. -74,9 Mio. Euro). Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 26,6 Mio. Euro. „Dies zeigt, dass wir weiter an unserer operativen Ertragskraft arbeiten, mit der unser Unternehmen den Transformationskurs erfolgreich vorantreibt“, so Peters weiter. Sondereffekte wie aus der Cyber-Attacke und Transformationskosten führten in einem schwierigen Geschäftsumfeld zu einem EBIT von -21,0 Mio. Euro. In einem volatilen Marktumfeld nahm die Transformation der Automobilbranche enorm an Tempo auf. Dies erforderte weitere Investitionen in die Zukunft und zugleich schnelles Handeln auf Basis effizienter Prozesse. „Wir arbeiten unternehmensweit an unserer operativen Exzellenz für ein profitables Wachstum. Um dem verschärften Veränderungsdruck zu entgegnen, stellen wir unsere Organisation noch zukunftsfähiger mit Fokus auf die unterschiedlichen Absatzmärkte auf. Dank des hohen Engagements unserer Mitarbeitenden sehen wir bereits deutliche Fortschritte“, fasst Martin Peters zusammen. So konnte die Eberspächer Gruppe im Jahr 2022 48 % des Nettoumsatzes unabhängig vom Pkw-Verbrennungsmotor erzielen. Damit übertraf der Automobilzulieferer sein für 2025 gesetztes Ziel vorzeitig. Im vergangenen Jahr trug dazu insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage nach elektrischen Fahrzeugheizungen für Plug-In-Hybrid-Modelle und batterieelektrische Fahrzeuge in Europa und China bei. Investitionen für den weiteren Ausbau des Produktportfolios tätigte das Unternehmen in allen Divisions mit einem erneut gesteigerten Forschung- und Entwicklungsaufwand in Höhe von 51,6 Mio. Euro (Vj. 43,9 Mio. Euro). Die globale Tätigkeit des Familienunternehmens verdeutlicht der hohe Auslandsanteil am Umsatz: Rund 84 % der Umsätze wurden außerhalb Deutschlands realisiert. An rund 80 Standorten in 30 Ländern waren durchschnittlich 10.681 Mit- arbeitende beschäftigt. In Bulgarien, Thailand und Malaysia nahmen Unternehmen der Eberspächer Gruppe erstmals Aktivitäten für Produktionswerke auf, die im Jahr 2023 anlaufen werden.

Umsatzsteigerung mit Produkten für klassische und alternative Antriebe
Die Unternehmensgruppe wuchs mit Produkten für klassische und alternative Antriebsformen. Die auf Abgassysteme spezialisierte Division Purem by Eberspächer erhöhte ihren Bruttoumsatz um 5,2 % auf rund 5,7 Mrd. Euro (Vj. 5,3 Mrd. EUR). Der um die durchlaufenden Posten bereinigte Nettoumsatz belief sich auf 1,9 Mrd. Euro (Vj. 1,6 Mrd. Euro) und steigerte sich um 19,7 % im Vorjahresvergleich. Dies liegt insbesondere an gefallenen Rohstoffpreisen für Monolithe, die in Abgassystemen verbaut werden. Obwohl die Folgen der Corona-Pandemie, der Trend zu elektrifizierten Antrieben und die anhaltende Lieferproblematik bei elektronischen Bauteilen die Branche prägten, konnten Umsatzzuwächse in allen globalen Absatzmärkten erzielt werden. Dazu trugen neue Produktionsstandorte in den USA und das Hochlaufen der Fertigung für Nutzfahrzeug-Abgasanlagen in Mexiko bei. In Europa waren insbesondere in den letzten Monaten des Jahres 2022 komplexere Abgasanlagen für die Produktion höherwertiger Fahrzeuge gefragt. Für künftige Emissionsnormen, wie Euro 7 und ihre globalen Pendants, wurden neue Produkte entwickelt. Das Know-how aus der Abgastechnik wird ebenso für neue Technologien genutzt: Purem by Eberspächer bietet Komponenten für Brennstoffzellen-Anwendungen und den Wasserstoffmotor. Ein deutliches Wachstumspotential bietet auch der gruppenweite Bereich der Brennstoffzellen-Anwendungen in den kommenden Jahren. Dieses verfolgt das Unternehmen im Geschäftsfeld Hydrogen Mobility unter anderem am neuen US-amerikanischen Standort in Lafayette, Colorado.

In der Division Climate Control Systems lag der Umsatz mit 721,1 Mio. Euro (Vj. 604,2 Mio. Euro) erheblich über dem Vorjahresniveau. Rund 88 % der Umsätze wurden dabei mit Produkten, die unabhängig vom Pkw-Verbrennungsmotor sind, erzielt. Größter Treiber waren elektrische Fahrzeugheizungen, die insbesondere in der E Mobilität Einsatz finden. Sie schützen die Traktionsbatterie von E-Fahrzeugen bei kaltem Wetter und temperieren den Innenraum. Der Markt für Klimasysteme für Busse erholte sich, während die Umsätze mit brennstoffbetriebenen Heizungen merklich rückläufig waren. Bei elektrisch betriebenen Klimalösungen profitierte der Bereich von neuen Langzeitaufträgen und Tender im florierenden Geschäft der Reisemobile, Utility Fahrzeuge und Baumaschinen. In 2022 wurden neue Technologien wie das Energiemanagementsystem Xellstor präsentiert. Dieses stellt elektrische Energie unabhängig vom Stromnetz u. a. für Reisemobile, Ambulanzen oder Werkstattwagen zur Verfügung.

Im Bereich der Fahrzeugelektronik (Division Automotive Controls) konnte der Umsatz mit 64,0 Mio. Euro (Vj. 47,1 Mio. Euro) um rund 36 % gesteigert werden. Allerdings hemmten der Halbleitermangel und Störungen in den Lieferketten den Bereich deutlich. Neben sogenannten Smart Switches, die die Stromversorgung in autonomen oder E-Fahrzeugen regeln, sind neue Batteriemanagement-Systeme (BMS) für 12-V-Lithium-Ionen-Batterien ein neues, vielversprechendes Produktfeld. Diese sorgen künftig in mehreren Fahrzeugreihen für eine CO2-Reduktion.

Nachhaltiges Handeln
Eberspächer bündelt seine zukunftsgerichteten Nachhaltigkeitsaktivitäten in den drei Handlungsfeldern Green Footprint – Innovation – People. Deren Wirksamkeit hat die Non-Profit-Organisation CDP in ihrer jährlichen Evaluation mit dem „B Score“ erneut bestätigt. Seit Beginn der Berichterstattung im Jahr 2019 konnte der Zulieferer seinen weltweit produktionsbezogenen CO2-Ausstoß um 45 % reduzieren. Ein wichtiger Schritt zum Ziel der CO2-neutralen Produktion 2030. Technologieoffen entwickelt das Unternehmen Produkte für die saubere Mobilität. Weitere Informationen bietet der Nachhaltigkeitsbericht 2022.

Ausblick
Den Wandel gestaltet Eberspächer zielgerichtet mit seiner technologischen Kompetenz. „Wir haben ein klares Bild unserer Transformation und die Technologien für die Mobilität von morgen im Produktportfolio – dieses bauen wir gezielt aus“, unterstreicht Martin Peters. Positives Kundenfeedback und gut gefüllte Auftragsbücher bestätigen den eingeschlagenen Kurs. „Um die steigenden Kosten für Material, Arbeit und Energie zu kompensieren, müssen wir im laufenden Jahr die Preise unserer Produkte signifikant anheben. Dazu sind wir im Austausch mit unseren Kunden und wissen, dass dabei die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie nicht verloren gehen darf“, betont Peters. Eberspächer geht für 2023 von einem deutlich positiveren Geschäftsverlauf aus und plant erhebliche Erweiterungsinvestitionen, deren Finanzierung durch den laufenden Konsortialkreditvertrag gesichert ist. Dazu zählt ein neues Produktionswerk für elektrische Fahrzeugheizungen in Ruse, Bulgarien. Schwer einzuschätzen bleibt dennoch die weltweite Marktentwicklung vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheiten.

Über die Eberspächer Gruppe GmbH & Co. KG

Die Eberspächer Gruppe zählt mit rund 10.700 Mitarbeitenden an 80 Standorten weltweit zu den führenden Systementwicklern und -lieferanten der Automobilindustrie. Das Familienunternehmen mit Sitz in Esslingen am Neckar steht für innovative Lösungen in der Abgastechnik, Fahrzeugelektronik und Klimatisierung für unterschiedliche Fahrzeugtypen. Bei Verbrennungs- oder Hybridmotoren und in der E-Mobilität sorgen die Eberspächer Komponenten und Systeme für mehr Komfort, höhere Sicherheit und eine saubere Umwelt. Bei mobilen und stationären Brennstoffzellen-Anwendungen, synthetischen Kraftstoffen und der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger ist Eberspächer Wegbereiter für zukünftige Technologien. 2022 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe einen Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro. Der um durchlaufende Posten bereinigte Nettoumsatz belief sich auf 2,7 Milliarden Euro.

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