Diese Situation ist in weiten Teilen des produzierenden Mittelstands und Handwerks bis heute Alltag. Und sie kostet Unternehmen mehr, als den meisten bewusst ist: Zeit, Marge und am Ende Aufträge.
Der Status quo: Wo der Angebotsprozess bricht
Wer sich den typischen Weg von der Kundenanfrage bis zur Bestellung genauer ansieht, stößt immer wieder auf dieselben Bruchstellen.
- Medienbrüche zwischen den Systemen. Anfragen kommen per Telefon, E-Mail, Website-Formular oder Papier herein. Von dort werden sie manuell in CRM, CPQ, ERP oder PIM übertragen, per Copy-Paste als Standardprozess. Jede Übertragung ist eine potenzielle Fehlerquelle und kostet Durchlaufzeit.
- Excel als inoffizielles Kernsystem. Auch dort, wo CPQ-Systeme, Produktkonfiguratoren und ERP-Lösungen längst im Einsatz sind, landen Preisberechnungen und Sonderkonditionen erfahrungsgemäß trotzdem in Tabellenblättern. Das Wissen sitzt in den Köpfen einzelner Vertriebsmitarbeiter statt im System, was zum Risiko bei Krankheit, Fluktuation oder Wachstum wird.
- Lange Reaktionszeiten. Zwischen Anfrage und Angebot vergehen häufig Stunden oder Tage. In vielen B2B-Branchen entscheidet aber genau diese Geschwindigkeit über den Zuschlag. Wer zuerst ein belastbares, korrektes Angebot liefert, gewinnt häufig den Auftrag und zwar unabhängig vom Preis.
- Fehleranfällige Konfiguration. Technische Machbarkeit, zulässige Varianten und Regelwerke werden manuell geprüft. Das funktioniert, solange die Produktkomplexität überschaubar bleibt. Bei wachsender Variantenvielfalt steigt das Risiko fehlerhafter Angebote spürbar und somit die Folgekosten in Produktion und Nachbearbeitung.
- Fehlende Skalierbarkeit. Mehr Anfragen bedeuten in einem manuellen Prozess automatisch mehr Personalbedarf im Vertriebsinnendienst. Wachstum wird so zum Kapazitätsproblem statt zur Chance.
Diese Punkte sind einzeln betrachtet bekannt. In der Summe erklären sie aber, warum viele Unternehmen trotz vorhandener CPQ- und ERP-Investitionen keinen durchgängigen, automatisierten Auftragsprozess erreichen: Die Systeme sind da aber die Orchestrierung zwischen ihnen fehlt.
Der Hebel liegt in der intelligenter Orchestrierung der einzelnen Systeme
Die meisten Unternehmen im B2B-Umfeld verfügen bereits über die notwendigen Bausteine: einen Produktkonfigurator, ein CPQ-System, ERP-Daten, teils auch ein CRM. Was fehlt, ist die Komponente, die diese Systeme end-to-end miteinander verbindet und die Anfrage eines Interessenten selbstständig durch den gesamten Prozess führt – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur fertigen Bestellung.
Hier setzt der Einsatz von KI-Agenten in Kombination mit einer regelbasierten Decision Engine an. Nicht als generatives Sprachmodell, das lose Texte produziert, sondern als System, das strikt innerhalb definierter Produkt- und Preisregeln arbeitet und dabei durchgängig auf reale Unternehmensdaten zugreift.
Wie der automatisierte Auftragsprozess konkret aussieht
Der Ablauf lässt sich in klar abgrenzbare Schritte unterteilen:
- Website & KI-Beratung: Der Interessent konfiguriert sein Wunschprodukt im direkten Dialog mit einem KI-Agenten auf der Website, inklusive Bildanalyse, etwa zur automatischen Erkennung von Maßen und Ausführung anhand hochgeladener Fotos.
- Anforderungsbearbeitung: Die KI übersetzt das Gespräch in eine strukturierte, maschinenlesbare Anfrage – vollständig, validiert und ohne zusätzliche Formulare.
- Konfiguration & Entscheidungslogik: Die CPQ Decision Engine prüft Regeln, Variantenlogik und technische Machbarkeit automatisiert.
- Datenzugriff & Preisermittlung: Das System greift live auf Produkt-, Preis- und Kundendaten sowie Verfügbarkeiten zu (keine statischen Preislisten, sondern immer auf aktuelle Unternehmensdaten).
- Angebotserstellung: Ein vollständiges, regelkonformes Angebot mit allen Positionen, Preisen, technischen Details sowie Liefer- und Zahlungsbedingungen entsteht automatisch.
- Angebotsversand: Das Angebot geht automatisch, korrekt und revisionssicher an den Kunden raus.
- Bestellung & Auftrag: Nach Freigabe durch den Kunden wird die Bestellung automatisch geprüft, in ERP übernommen und an Produktion und Logistik weitergegeben und zwar ohne manuelle Übergabe zwischen Vertrieb, Technik und Backoffice.
Das Ergebnis: ein Auftrag, vollständig automatisiert abgewickelt, von der ersten Kundeninteraktion bis zur Weitergabe an die Produktion.
Aus der Praxis: Der erste vollautomatische KI-Auftrag
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Beispiel eines Fenster- und Türenherstellers, der genau diesen Workflow im Tagesgeschäft umgesetzt hat. Ein Interessent öffnet den KI-Agenten direkt auf der Website, teilt seine Anforderungen per Smartphone mit und lädt Fotos seiner bestehenden Fenster hoch. Die Bildanalyse erkennt automatisch Maße und Ausführung – ganz ohne zusätzlichen Papierkram.
Im Hintergrund prüft das CPQ-Regelwerk automatisch technische Machbarkeit, zulässige Varianten und Preislogiken. Das individuelle Angebot wird automatisch erstellt und verschickt. Nach Freigabe des Kunden wird die Bestellung vollautomatisiert ausgelöst, ohne manuelle Übergaben zwischen Vertrieb, Technik und Backoffice.
Die Rückmeldung aus dem Vertrieb des Kunden bringt es auf den Punkt: „Heute haben wir den ersten KI-Auftrag bekommen!" Ein Satz, der zeigt, dass es sich hier nicht um ein theoretisches Zukunftsszenario handelt, sondern um einen bereits produktiv laufenden Prozess.
Was Unternehmen konkret gewinnen
Der Effekt eines durchgängig automatisierten Auftragsprozesses lässt sich an vier Dimensionen festmachen:
- Schneller: Weniger Rückfragen, weil die Anfrage von Anfang an strukturiert und vollständig erfasst wird.
- Treffsicher: Angebote basieren auf echten Unternehmensdaten und Regeln statt auf Erfahrungswerten Einzelner.
- Verlässlich: Die Decision Engine arbeitet regelbasiert statt zu „halluzinieren", d.h. jede Entscheidung ist nachvollziehbar und geprüft.
- Skalierbar: Mehr Anfragen erzeugen keinen proportional steigenden Personalaufwand mehr.
Automatisierung beginnt nicht bei neuer Software, sondern bei der Verbindung bestehender Systeme
Die entscheidende Erkenntnis für Unternehmen im Angebots- und Auftragsprozess: Es braucht in den meisten Fällen keine komplette Systemablösung. CPQ, ERP und Produktkonfigurator sind vielfach bereits vorhanden. Der eigentliche Hebel liegt darin, diese Systeme über KI-Agenten und eine regelbasierte Decision Engine intelligent zu orchestrieren und so aus Einzelsystemen einen durchgängigen, automatisierten Prozess zu machen.
Die zentrale Frage für jedes Unternehmen lautet deshalb: Welche manuelle Schleife im eigenen Angebots- und Auftragsprozess ließe sich als Erstes eliminieren?
Die ACBIS GmbH liefert Lösungen zur automatisierten Angebotserstellung und Auftragserfassung für Unternehmen mit komplexen und individuellen Produkten und Dienstleistungen. Die Lösungen der ACBIS GmbH umfassen Produktkonfigurator Software, CPQ Software und B2B-Shop-/B2B-Portal-Software. Die Lösungen der ACBIS können in ERP-Systeme integriert, online in Webanwendungen genutzt und offline zur Unterstützung des Vertriebes eingesetzt werden.
ACBIS GmbH
Neureuter Straße 37 b
76185 Karlsruhe
Telefon: +49 (0) 721 / 95 79 52 – 0
https://www.acbis.de
Business Development
Telefon: +497219579520
E-Mail: kontakt@acbis.de
![]()
