– Bundeswehr erhält direkten Zugriff auf dedizierte SARAufklärungssatelliten im Rahmen von SPOCK-1
– Weniger als ein Jahr nach Vertragsunterzeichnung erreicht SPOCK-1 den nächsten Entwicklungsschritt
– Satellitenproduktion in Neuss gestartet und industrielle SARKapazitäten in Deutschland aufgebaut

Weniger als ein Jahr nach ihrer offiziellen Beauftragung erreicht die Rheinmetall ICEYE Space Solutions GmbH einen weiteren zentralen Meilenstein in dem neuen Satelliten-Programm für die Bundeswehr (SPOCK 1). Die deutschen Streitkräfte erhalten nun direkten Zugriff auf mehrere exklusiv dafür vorgesehene Synthetic-Aperture-Radar-Aufklärungssatelliten (SAR) und können diese eigenständig beauftragen – aufbauend auf der bereits verfügbaren SAR-Aufklärungsleistung über weitere Satelliten. Dabei betreibt Rheinmetall ICEYE Space Solutions die SAR-Satelliten und baut die Konstellation weiter aus. Genutzt wird die Fähigkeit insbesondere für den Schutz der Brigade Litauen und für die Überwachung der NATO-Ostflanke. SPOCK 1 steht für „SAR-Spacesystem for persistent operational tracking Stufe 1“ und beschreibt die erste Stufe eines nationalen Radaraufklärungssystems zur kontinuierlichen, wetterunabhängigen Satellitenüberwachung.

Gleichzeitig ist die Produktion von SAR-Satelliten am Standort Neuss erfolgreich angelaufen. Mit dem Produktionsstart geht Rheinmetall ICEYE Space Solutions von der Planung und dem Aufbau in die industrielle Umsetzung über. Am Standort Neuss werden Produktion, Integration, Test und Qualitätssicherung unter einem Dach gebündelt. Hochqualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten aus Produktion, Engineering und Qualitätsmanagement begleiten den gesamten Fertigungsprozess. Am Rheinufer sollen so mehrere dutzend Satelliten jährlich gebaut und für den Flug in den Erdorbit qualifiziert werden.  

„Weniger als ein Jahr nach Vertragsunterzeichnung erhält die Bundeswehr direkten Zugriff auf eine dedizierte SAR-Aufklärungsfähigkeit. Der erfolgreiche Produktionsanlauf in Neuss zeigt zugleich, dass wir nicht nur innovative Weltraumtechnologie bereitstellen, sondern diese auch industriell in Deutschland skalieren können“, sagt Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG.

Rafal Modrzewski, CEO und Mitbegründer von ICEYE, ergänzt: „Jeder SPOCK-1-Satellit profitiert von den Erfahrungen, die ICEYE im Laufe der Jahre beim Betrieb der weltweit größten SAR-Konstellation für staatliche Kunden gesammelt hat. Diese Erfolgsbilanz in Verbindung mit der industriellen Größe von Rheinmetall ist der Grund, warum man in Deutschland so schnell vom Vertrag zur operativen Einsatzfähigkeit übergehen konnte. Unsere Aufgabe ist es nun, dieses Tempo beizubehalten, während das System weiter wächst.“

Der Aufbau von Produktionskapazitäten in Deutschland stärkt die technologische und industrielle Basis für weltraumgestützte Aufklärung in Europa. Rheinmetall ICEYE Space Solutions verbindet damit bestehende technologische Fähigkeiten mit industrieller Fertigung in Deutschland.

Über Rheinmetall ICEYE Space Solutions GmbH
Rheinmetall ICEYE Space Solutions ist ein Joint Venture von Rheinmetall und ICEYE. Das Unternehmen verbindet die Defence- und Systemkompetenz von Rheinmetall mit der SAR-Technologie und der Erfahrung von ICEYE im Betrieb von Satellitenkonstellationen. Rheinmetall ICEYE Space Solutions integriert weltraumgestützte Fähigkeiten in operative Entscheidungs- und Wirkungsketten und baut industrielle Kapazitäten für ihre langfristige Skalierung in Deutschland auf.

SAR-Satelliten erfassen die Erdoberfläche mithilfe von Radar. Im Unterschied zu optischen Satelliten können sie Bilddaten bei Tag und Nacht sowie weitgehend unabhängig von Wetterbedingungen und Bewölkung erfassen. Damit ist SAR eine zentrale Technologie für die weltraumgestützte Aufklärung.

Weitere Informationen zur Rheinmetall ICEYE Space Solutions GmbH finden Sie unter diesem Link www.rheinmetall.com/RISS 

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