• Vereinbarung zum vollständigen Erwerb der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH für rund 1,6 Mrd. Euro geschlossen
• Gemeinsam entsteht ein neuer führender Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen in Europa
• FFG bleibt operativ eigenständig und bildet zukünftig den Kern der Defense-Aktivitäten von DEUTZ
• Meilenstein bei Transformation zum breit aufgestellten Industrieunternehmen: Defense-Geschäft wird zu einer weiteren tragenden Säule von DEUTZ
• Transaktion wird profitables Wachstum beschleunigen: Strategisches Umsatz- und Margenziel 2030 (4 Mrd. Euro, 10% EBIT-Marge) soll früher erreicht werden • Die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG werden neuer langfristig orientierter Ankeraktionär von DEUTZ

DEUTZ hat eine Vereinbarung über den Erwerb von 100 % der Anteile an der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH (FFG) geschlossen. Das Flensburger Unternehmen zählt zu den führenden europäischen Anbietern für militärische Land- und Spezialfahrzeuge und ist etablierter Partner von Bundeswehr und Streitkräften der NATO sowie der Ukraine.

Der Kaufpreis beträgt 1,6 Mrd. Euro und soll teilweise in bar und teilweise in neu auszugebenden DEUTZ-Aktien bezahlt werden. Die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG sollen so neuer langfristig orientierter Ankeraktionär von DEUTZ mit einem Anteil von bis zu 29,9 % werden.

DEUTZ-CEO Dr. Sebastian Schulte sagt: „Technologische Souveränität, Innovationskraft, Umsetzungsgeschwindigkeit: Zusammen mit FFG wird DEUTZ zu einem führenden nationalen Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen. Gemeinsam nehmen wir unsere Verantwortung für Sicherheit und Zukunftsfähigkeit in  Europa wahr, während wir Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland sichern.“

Mit mehr als 1.100 Mitarbeitenden produziert, wartet und modernisiert FFG militärische Rad- und Kettenfahrzeuge. Dazu zählen Berge- und Schützenpanzer, Mannschaftstransporter oder Spezialfahrzeuge. FFG entwickelt zudem eigene Plattformen und ist Fertigungspartner in multinationalen Rüstungsprogrammen der NATO.

Der Zusammenschluss folgt einer klaren industriellen Logik: FFG bringt Kompetenzen ein, die DEUTZ zu einem Systempartner für europäische Verteidigungsprogramme machen. DEUTZ ergänzt dies um sein Antriebsportfolio – von klassischen Verbrennungsmotoren über Hybridantriebe bis zu Lösungen für die dezentrale Stromversorgung im Feld. Dazu kommen die Industrialisierungs- und Skalierungskompetenz sowie das weltweite Servicenetzwerk des Unternehmens. FFG bleibt als neuer Kern der Business Unit Defense operativ eigenständig, während der Konzern die technologische, finanzielle und strategische Skalierung sicherstellt.

Norbert Erichsen, Sprecher des Gesellschafterkreises der FFG: "Mit dem strategischen Zusammenschluss mit DEUTZ stellen wir die Weichen für die nächsten Generationen. Gleichzeitig entsteht ein deutscher wehrtechnischer Industrieverbund, der die Stärken beider Unternehmen bündelt und ihre gemeinsame Entwicklung langfristig vorantreibt."

Mit schnell skalierbaren Produktionskapazitäten leisten DEUTZ und FFG einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas. Der Schritt stärkt zugleich den Industriestandort Deutschland: Strategisch relevante Verteidigungstechnologien bleiben in deutscher Hand und Defense-Programme mit ihren langen Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren sichern hochwertige Arbeitsplätze. Kulturell kommen mit DEUTZ und FFG  zwei traditionsreiche deutsche Industrieunternehmen zusammen, die hohe Ingenieurskunst, verlässliche Produkte und kurze Entscheidungswege verbindet.

Die Transaktion wird das profitable Wachstum des DEUTZ-Konzerns beschleunigen und dazu beitragen, dass die kommunizierten strategischen Ziele für 2030 (Umsatz von 4 Mrd. Euro, EBIT-Marge von 10 %) früher erreicht werden. FFG befindet sich in einer starken Wachstumsphase und hat das Geschäftsjahr 2025 auf Basis der Rechnungslegung nach HGB mit einem Umsatz in Höhe von rund 760 Mio. Euro abgeschlossen. Der Auftragsbestand beträgt ein Vielfaches des aktuellen Umsatzes.

Mit der Übernahme von FFG erreicht DEUTZ einen wichtigen Meilenstein bei seiner Transformation zum breit aufgestellten Industrieunternehmen im Rahmen der Next DEUTZ-Strategie. Die Business Unit Defense mit FFG als neuem Kern wird künftig eine weitere tragende Säule des DEUTZ-Konzerns – neben den etablierten Geschäftsbereichen Energy, Engines und NewTech sowie dem Servicegeschäft als zentralem Wachstumstreiber über alle Bereiche hinweg.

DEUTZ erwartet aus dem Zusammenschluss signifikante Umsatzsynergien, insbesondere in den Bereichen Engines und Service, sowie weitere Opportunitäten durch gezielte Kostensynergien. Es wird erwartet, dass sich die Transaktion deutlich positiv auf die EBIT-Marge des kombinierten Unternehmens auswirken wird.

Mit einem Anteil von bis zu 29,9 % würden die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG zu einem neuen Ankeraktionär von DEUTZ, der die strategische Ausrichtung und die angestoßene Transformation langfristig unterstützt und konstruktiv begleitet. Entsprechend ihrer geplanten Beteiligung streben die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG nach Vollzug der Transaktion zwei Sitze im Aufsichtsrat der Gesellschaft an.

Der paritätisch besetzte Aufsichtsrat bleibt erhalten; am klaren Bekenntnis zur Mitbestimmung hält DEUTZ fest.

Die Zustimmung der Aktionäre von DEUTZ zur geplanten Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage soll bei einer außerordentlichen Hauptversammlung erfolgen, zu der das Unternehmen seine Anteilseigner für den 24. August 2026 im Rahmen einer virtuellen Hauptversammlung einlädt. Der Vollzug der Transaktion steht unter anderem unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre bei der Hauptversammlung sowie der Freigabe durch die zuständigen Behörden. Der Vollzug (Closing) wird bei Eintreten aller Bedingungen für Ende 2026 bis Q1/2027 erwartet.

Über die DEUTZ AG

DEUTZ hat sich in den letzten Jahren vom Hersteller klassischer Antriebe zum Systemanbieter innovativer und nachhaltiger Mobilitäts- und Energielösungen entwickelt. 1864 gegründet gilt das bis heute in Köln ansässige Unternehmen als älteste Motorenfabrik der Welt. Kern der Geschäftstätigkeit ist weiterhin die Entwicklung, Produktion und Vertrieb leistungsstarker Antriebssysteme für Off-Highway-Anwendungen, ergänzt durch alternative Antriebslösungen sowie dezentrale Energie- und Stromerzeugungssysteme, mit denen DEUTZ zur Transformation der Mobilitäts- und Energieversorgung beiträgt. DEUTZ-Lösungen kommen unter anderem in Bau- und Landmaschinen, Material-Handling-Anwendungen wie Gabelstaplern oder Hebebühnen, stationären Anlagen wie Stromerzeugungsaggregaten sowie Nutz- und Schienenfahrzeugen zum Einsatz. Ein umfassendes Serviceangebot, das sich von der Wartung und Reparatur über den Ersatzteilehandel bis hin zum Remanufacturing erstreckt und durch digitale, datenbasierte Services kontinuierlich erweitert wird, komplettiert das breit aufgestellte Produktportfolio. Mit rund 1.250 Vertriebs- und Servicestandorten in beinahe 180 Ländern bietet DEUTZ seinen Kunden damit ein integriertes Angebot aus einer Hand. DEUTZ beschäftigt weltweit rund 6.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von gut 2,0 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie auf www.deutz.com.

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